Dürfen wir vorstellen – „Kingsman“, ein neuer Beitrag für das Agenten-Actionkino! Dieser Film, inszeniert von Regisseur Matthew Vaughn ('X-Men: Erste Entscheidung', 'Kick-Ass'), basiert auf dem Secret-Service-Comic von Mark Millar/Dave Gibbons. Somit hätten wir eine Comicvorlage mit einem Agentenplot, wozu sich 007-Flair, wunderbar trockener Humor und Schauspielgranaten wie Colin Firth, Michael Caine, Samuel L. Jackson sowie Mark Strong gesellen. Außerdem aufgepasst! Als Bonbon obendrauf bekommen wir Mark 'Skywalker' Hamill zu sehen – Bombe! Okay, unterm Strich haben wir hier alle Inhalte für einen großen Agenten-Actionspaß. Ob das nach 129 Spielminuten immer noch der Fall ist, verraten wir euch in unserer Kinokritik!

Darum geht’s:

Eggsy ist ein typisches Problemkind, das ständig in Konflikt mit anderen Typen seines Viertels gerät. Deshalb muss er irgendwann für seine Dummheiten in den Knast. Als er überraschenderweise entlassen wird, hat er dies Harry Hart zu verdanken. Hart gehört der britischen Agenten-Spezialeinheit der Kingsmen an und versucht, den wilden Eggsy als Nachwuchsagent zu rekrutieren. Eher widerwillig schließt der sich Harry an und geht in die Ausbildung. Dabei stellt sich heraus, dass Eggsy ziemlich talentiert ist. Genau richtig, denn fast zeitgleich versucht das durchgeknallte Hightech-Genie Valentine die Weltherrschaft an sich zu reißen. Obendrein hat er einen perfiden Plan entwickelt, die Überbevölkerung der Erde mit unkonventionellen Mitteln zu dezimieren.

Das ist gut:

Regisseur Matthew Vaughn hat mit 'Kingsman' volle Kanone ins Schwarze getroffen. Wobei das abzusehen war, hatte er mit seinem letzten Streifen 'X-Men: Erste Entscheidung' bereits bewiesen, dass sein Stil für großes Blockbusterkino prädestiniert ist. Mit dieser sehr humorigen Agentenaction spornte er die brillant gewählte Besetzung zu Höchstleistungen an. Insbesondere Colin Firth als erfahrener Superagent, der diesen typischen englischen Bond-Style besitzt, ist verdammt stark. Gleiches gilt für die Schurken im Film, allen voran Samuel L. Jackson als nerdiges Superhirn mit Sprachfehler – grandios! Ebenfalls gefällt der herrliche Humor mit witzigen Sprüchen, ganz in britisch-trockener Art. Dieser ist zudem sehr gut eingestreut und wirkt zu keiner Zeit überladen oder lässt den Film zu reinem Stumpfsinn mutieren. Auch das riesige Arsenal an Agentengadgets ist spaßig, ebenso wie die gut getimte Action. Bei diesem Streifen macht es ganz klar die gesunde Mischung, um höchste Unterhaltung herauszukitzeln.

Das ist schlecht:

'Kingsman' ist endlich mal wieder einer dieser Filme, wo man gar nicht viele Haare in der Suppe finden kann. Die Computertechnik, obwohl nur sporadisch eingesetzt, wirkt ab und an etwas offensichtlich künstlich. Hinzu kommt die Story, die keine großen Überraschungen mit sich bringt und an einigen Stellen auch ziemlich vorhersehbar ist.

Wir sind beeindruckt, wirklich! 'Kingsman' ist eine der ersten Positivüberraschungen im noch jungen Kinojahr 2015! Der Streifen unterhält die komplette Spielzeit über, wobei er herrlichen Agentenspaß mit sowohl reichlich Action als auch Spannung abfeuert. Auch wenn die Story nicht die originellste ist, so ist sie doch für diese Art von Film absolut willkommen. Das passt in der Summe klasse und kommt durch das tolle englische Flair einem rassigen James-Bond-Abenteuer gleich. Auf der anderen Seite kann man diesen Blockbuster auch als gut gemachte Parodie auf 007 verstehen. So oder so bekommt man hier eine explosive, humoristische Actiongranate um die Ohren gehauen, die Agenten-Fans einfach nur Beifall klatschen lässt. Ganz klare Kinoempfehlung!