Horror-Fans dürfen sich auf etwas gefasst machen. Denn der neue Mix aus Grusel-Horror und Endzeit-Thriller geht auf ganz eigenen Sohlen still und leise durch die Kinos, um euch am Ende wahrhaften Nervenkitzel zu bieten. Kein Wunder, dass dieser Streifen aktuell zurecht weltweit gehypt wird. Ja, selbst Grusel-Altmeister Stephen King spricht über „A Quiet Place“ in allerhöchsten Tönen. Es ist der erste Film von Hollywood-Star Emily Blunt, in dem sie gemeinsam mit ihrem Ehemann John Krasinski vor der Kamera steht. Krasinski führte außerdem Regie und schrieb am Drehbuch mit. Wir haben uns natürlich nicht nehmen lassen und sind selbst zu diesem stillen Ort gereist. Ob dieser Film wirklich so eine düstere sowie atmosphärische Horror-Kiste ist, mit hohen Gruselfaktor und Nervenkitzel bis zum Anschlag, verraten wir euch in unserer Kinokritik.

Darum geht’s:

In „A Quiet Place“ ist die Welt zu einem Ort des Schreckens geworden. Überall sorgen rätselhafte, scheinbar unverwundbare Kreaturen für Angst und Schrecken. Zudem es sind richtig fiese Monster, die durch jedes noch so kleine Geräusch angelockt werden und dann auf Menschenjagd gehen. Wie es in der Welt mittlerweile ausschaut, weiß niemand. Einer Familie gelang es jedoch, bis dato auf einer Farm zu überleben. Der Preis hierfür ist jedoch immens hoch. Denn ihr gesamter Alltag ist darauf ausgerichtet, sich vollkommen lautlos zu verhalten, das kleinste Geräusch könnte ihr Ende bedeuten. Kein Wunder, dass die Familie nur noch barfuß unterwegs ist und alles, was Geräusche machen könnte, aus ihrer Welt verbannt. Jeden Tag könnte ihr letzter sein.

Das ist gut:

„A Quiet Place“ ist ohne Frage ein Horrorthriller der anderen Art. Der Film schafft es, mit einem ganz simplen Konzept und seiner reduzierten Erzählweise unglaublich effektiv zu Werke zu gehen. So gut, dass eine Spannung entsteht, die einem den Atem verschlägt. Das mag man auf dem Papier kaum glauben, dass in dem Film so gut wie nicht gesprochen wird, zumal angesichts des kleinen Casts, doch genau das ist so genial umgesetzt, dass man in jeder Sekunde mit den Protagonisten mitfiebert und selbst Paranoia bekommt, keinen Laut von sich zu geben. Vor allem die Inszenierung des Alltags in solch einem Szenario ist eine der Stärken des Streifens. Sich eben jederzeit lautlos zu verhalten. Jeder von uns kennt das, wenn man besonders leise sein will… funktioniert so gut wie nie.

Richtig gelungen sind auch die Schockeffekte, wenn doch mal ein Monster auf die Familie aufmerksam geworden ist. Das endet dann jedoch nicht in einem typischen Splatter-Horror-Dampfhammer, sondern im Auskosten und einem Spiel mit dem ohnehin schon hohen Spannungsmoment. Ebenso positiv treten sowohl Emily Blunt und John Krasinski als auch die Jungdarsteller Millicent Simmonds und Noah Jupe in Erscheinung, die hier wirkliche Glanzleistungen hinlegen. Was aber am Ende über allem thront, ist diese fiese unbehagliche Stille, die eine Atmosphäre erschafft, die in den Bann zieht und dann, wenn es laut wird, bis ins Mark erschreckt – Applaus!

Das ist schlecht:

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Fazit: Wir können hier vor John Krasinski nur den Hut ziehen mit diesen innovativen Plot solch ein intensives, spannendes und dramatisches Kinoerlebnis erschaffen zu haben. „A Quiet Place“ ist trotz seiner vielen stillen Momente ein Horror-Thriller, der auch ein Familiendrama zeigt – in einer dystopischen Welt in der es zu jeder Sekunde um Leben und Tod geht. Das wird dem Zuschauer auch ohne lange Drumherum zu reden direkt klargemacht, weshalb man schon nach wenigen Minuten selbst mittendrin ist in diesem Albtraum.  Jedes Geräusch sorgt für Nervenkitzel und baut eine unglaubliche Spannung auf. Dazu gibt es klassische Schockeffekte, die sofort treffen und eine Atmosphäre, die euch 90 Minuten an die Leinwand tackert und selbst Teil dieses Horror-Thrills werden lässt. Und denkt immer daran: „Wenn sie dich nicht hören, können sie dich nicht jagen!“ Ganz großes Kino!