Horror-Rocker und Filmemacher Rob Zombie hat wieder die Pforten zur Hölle geöffnet. Das mit seinem neuen Alptraum mit dem einfachen Titel ‘31’. Wer die Streifen von Zombie kennt, weiß, ohne sich nur eine Szene angesehen zu haben, was ihn ungefähr erwartet. Nämlich bluttriefendes, bretthartes, urböses Schockerkino. Im neuen Streifen gibt es dies in Form einer schaurigen Freakshow, die zum irren Schlachtfest einlädt. Also rein gar nichts für sanfte Gemüter und Menschen mit flauem Magen. Ob Rob Zombie es am Ende jedoch geschafft hat, eine weitere Horror-Trash-Perle mit diesen gestörten Typen sowie einem eskalierenden Gemetzel seiner Vita hinzuzufügen, verraten wir euch in unserer Kinokritik!

Darum geht’s:

In ‘31’ geht um fünf nichtsahnende, abgebrannte Jahrmarktmitarbeiter, die in der Halloween-Nacht von einer Bande sadistischer und spielsüchtiger Hinterwäldler entführt werden. An einem unbekannten Ort mit dem wenig erheiternden Namen „Murder World“ wird das Quintett dazu gezwungen, an einem tödlichen Spiel mit dem Namen „31“ teilzunehmen. Jeder, der es schafft, die kommenden zwölf Stunden zu überleben, gewinnt. Einfach, oder? Doof nur, dass es ein paar absolut durchgeknallte, sadistische Clowns gibt, die gnadenlos Jagd auf sie machen. Dazu gibt es satanische Rituale, bitterböse Irre, Hakenkreuz-Häschen und natürlich Kettensägen-Action. Na dann … lasset das Spiel beginnen!

Das ist gut:

Nach dem bizarren, überdrehten Horrorfest ist klar, diese 102 Minuten werden sowohl Genre- als auch Zombie-Fans bestens unterhalten können. Freaks jagen eine Gruppe Überlebenswilliger, die versuchen sich mit allen Mitteln zu wehren, was wiederum in einem Blutbad mündet. So einfach der Plot klingt, so gut funktioniert er. Hier wird nicht lange gefackelt und Gefangene werden auch nicht gemacht. Voll auf die Fresse und das mit einem verrückten Setting, grotesken Figuren und reichlich Nervenkitzel mit Gore-Schockern. Ja, das ist bester Trash und zumindest für alle, die diese Art Filme feiern, fruchtende Unterhaltung. Es ist das klassische Genresetting nur in einem anderen Gewand und davon können Fans halt nie genug bekommen. Denn es wurde von Zombie toll in Szene gesetzt – mit einer tollen Kameraarbeit, einer finsteren Atmosphäre sowie einem abermals präzise ausgesuchten Cast. Dieser setzt sich unter anderen aus Sheri Moon Zombie, Meg Foster (‘The Lords of Salem’), Richard Brake (‘Kingsman’) sowie Schauspieler-Legende Malcolm McDowell (‘Uhrwerk Orange’) zusammen.

Das ist schlecht:

Ja, ‘31’ ist ohne Frage extremer Horrortrash, der sicher nicht die breite Masse an Horrorfans ansprechen wird. Man muss schon ein Faible für die Machart haben, wie Rob Zombie sein eigenes Horrorgenre interpretiert. Da fehlt es weder an Fäkalsprache noch an grenzwertigen Metzelszenen und das Groteske wird immer ganz groß geschrieben. So etwas kann man nur lieben oder eben hassen. Das Einzige, was man ‘31’ negativ ankreiden muss, ist, dass es an Überraschungen fehlt und unerwartete Wendungen ausbleiben.

Fazit: Fans von trashigem, abgefahrenen Horrorkino erwartet ein großer Spaß und Fans von Zombies Machart sowieso. Das ist einfach blutiges, irres Schockerkino, bei dem man das Hirn ausschalten kann und in einen wahrhaften Freak-Albtraum einsteigt. Am Ende des Tages bleibt Rob Zombie seinem Image des extravaganten Horror-Makers treu. Wer also seine Filme wie ‘Haus der 1000 Leichen’ oder ‘The Devil’s Rejects’ abfeiert, kommt in seinem harten, schmutzigen Horror-Streifen ‘31’ zu hundert Prozent auf seine Kosten. Wie passend, das jetzt Halloween vor der Türe steht!