Der Komödiantenstadl um Adam Sandler, Kevin James & Co. tummelt sich wieder auf der großen Kinoleinwand. Der zweite Teil der "Kindsköpfe" hat am Startwochenende 42,5 Millionen Dollar in den USA eingespielt. Damit ist Teil zwei erfolgreicher gestartet als der Vorgänger aus dem Jahre 2010. Es steht außer Frage, dass die Männer im fortgeschrittenen Alter wieder gewohnt albern zu Werke gehen, Situationskomik und Gags im Fließbandrhythmus auf den Zuschauer zurollen und Peinlichkeiten an der Tagesordnung sind. Eine faltenlose Buddy-Komödie, die nicht bei allen Zuschauern auf Gegenliebe stößt.  Ist „Kindsköpfe 2“ also ein herrlich kurzweiliges Knallbonbon oder wird es Zeit für den Ruhestand der altehrwürdigen Spaßgranaten?

Darum geht’s:

Die Buddy-Truppe Lenny (Adam Sandler), Eric (Kevin James), Kurt (Chris Rock) und Marcus (David Spade) sind im fortgeschrittenen Alter etwas zur Ruhe gekommen. Lenny lebt wieder mit seiner Frau Roxanne (Salma Hayek) in der alten Heimat, wo die Freunde groß geworden sind. Natur und Familie werden großgeschrieben, und weil das Leben so schön ist, kommen Eric, Kurt und Marcus zu Besuch. Allerdings nur, um noch mal richtig die Sau rauszulassen. Doch dieses Vorhaben wird in der Kleinstadt massiv gestört, als eine Bande Teenager die vier Kumpel angeht. Angeführt werden sie vom rotzigen Andy („Twilight“-Wölfchen Taylor Lautner). Da ist es wohl selbstredend, dass sich die alten Chaoten noch mal erheben und zeigen, welche Generation es so richtig drauf hat.

Das ist gut:

Die erste Fortsetzung, die Adam Sandler jemals in seiner Karriere zu einem seiner Filme gedreht hat, erweist sich als typisch albernes und infantiles Slapstick-Gewitter. Eine Buddy-Komödie, die nicht schlechter als der Vorgänger ist, aber auch nicht besser. Gut gefallen haben sowohl die Feelgood-Attitüde als auch das innige Gefühl von Freundschaft, die der Film unter der Hand vermittelt. Generell überträgt sich der Spaß, den die vier Hauptdarsteller versprühen, ganz gut, denn den hatten sie beim Dreh unübersehbar. Zu guter Letzt zünden viele der Gags, sorgen für Lacher – aber ab und an auch für einen erhöhten Fremdschämfaktor.

Das ist schlecht:

Das Problem ist halt – und das meist bei Sandler-Streifen, – dass sie recht kindisch sind. Vom schlechten Geschmack mal ganz zu schweigen. Irgendwann ist man(n) eben einfach aus dem Alter heraus, in dem man sich über Sketche scheckiglacht, die vor Erbrochenem und Urin übersprudeln. Eine sinnige, komplexe Geschichte sollte man sich zudem nicht erhoffen – bei einer Vielzahl von Komödien ist diese erzählerische Dünnbrettbohrerei aber ja auch absoluter Standard.

„Kindsköpfe 2“ schlägt in eine ähnliche Kerbe wie sein Vorgänger und wird vor allem Fans, gefallen, die jedem Sandler-Streifen huldigen. Ein Twist aus Bad Taste, sanftmütiger Kumpel-Komödie, schnippischem Nonsens und Gags, die mal zünden und dann wieder nicht. Slapstick, Bier & Brüste sorgen schlussendlich für erheiternde Unterhaltung. Zuschauer, die auf Komödien mit Niveau und Tiefgang aus sind, sollten aber einen großen Bogen um die "Kindsköpfe" machen. Alle anderen werden wunderbar mit typischer Sandler-Komik berieselt.