Nach dem schrecklichen Sandy-Hook-Blutbad herrscht unter der Bevölkerung der USA einmal mehr eine starke Anti-Gewalt-Haltung. Und das in jeder Beziehung. Zu deren Unterstützern gehört auch Jim Carrey, der im neuen Teil der Comicverfilmung „Kick-Ass 2“ den brutalen Colonel Stars & Stripes mimt. Er ging sogar so weit, sowohl seine Rolle als auch den kompletten Film „Kick-Ass 2: Balls to the Wall“ zu kritisieren und möchte den Film auch nicht mehr promoten.

Via Twitter holte er mit barschem Tonfall zur groben Kritikkeule aus, um seinem ganzen Unmut zu "Kick-Ass 2" Luft zu machen. Er habe jegliches Interesse verloren, den Film weiter zu promoten. Das tue ihm für seine Schauspielkollegen leid und er entschuldige sich im Vorbeigehen. Schämen müsse er sich allerdings nicht aufgrund des kürzlichen Amoklaufs.


Comic-Autor Mark Millar kann Carreys Verhalten nicht nachvollziehen, stehen in „Kick-Ass 2“ doch eher die Folgen von Gewalt im Fokus. Millar selbst glaube ohnehin nicht daran, dass Gewalt in Fiktion Gewalt im realen Leben bedingt. Er hoffe, dass Jim Carrey sich das Ganze noch einmal überlegt, da er im Film brilliert.

So oder so ist es eine übertriebene und unnötige Reaktion Carreys, schließlich leben die USA seit Dekaden mit verheerenden Amokläufen und täglichen Gewaltexessen im ganzen Land. Jim Carrey fällt wirklich früh ein, dass er mit Gewalt in Filmen nicht leben kann. So wirken sein Verhalten und seine Worte etwas unglaubwürdig und miefen nach typischer Political Correctness. Außerdem wird er sicher den einen oder anderen Dollar mit dem Film gemacht haben. Kein schlechter Blutzoll Mr. Carrey, oder?

„Kick-Ass 2: Balls to the Wall“ startet übrigens am 15. August in unseren Kinos!