„Kaiserschmarrndrama“ – Kritik – Wer Lust auf deutsche Produktionen hat und auf bayrischen Humor steht, zudem dem Krimi- sowie Komödien-Genre zugeneigt ist, darf sich jetzt auf „Kaiserschmarrndrama“ im Kino freuen. Nach den jüngsten Verfilmungen „Sauerkrautkoma“ und „Leberkäsjunkie“ darf der niederbayerische Dorf-Kommissar Franz Eberhofer mittlerweile in der siebten Kinoverfilmung ran.

Auch der neue Film zu den Bestseller-Krimis von Rita Falk dürfte eine große Schar in die Lichtspielhäuser locken. Wir haben uns das „Kaiserschmarrndrama“ angesehen und verraten euch, wie sich der bayrische Lederhosen-Krimi-Spaß schlägt.

Darum geht’s:

In „Kaiserschmarrndrama“ hat der niederbayerische Provinzpolizist Franz Eberhofer ein echtes Problem. Denn er sieht die ihm so geschätzte Idylle in Gefahr. Dabei ist es nicht mal der Mord am dorfbekannten Webcam-Girl, dem er gewissenhaft und in gewohnter Tiefenentspanntheit nachgeht, der ihm so schwer zusetzt.

Es ist vor allem sein bis dato stets hilfreicher Co-Ermittler Rudi, der ihm Probleme bereitet: Denn nach einem Unfall sitzt der im Rollstuhl – und gibt Franz die Schuld dafür. Nicht nur das, Rudi nistet sich auf Franzens Hof ein – inklusive Rundumbetreuung. Da ziehen die ersten dunklen Wolken im Paradies auf. Als wäre das alles nicht schon genug, sorgt Eberhofers Dauerfreundin Susi für Unruhe.

Obendrauf sorgen eine rebellische Motorradgang nebst Marihuana-Fleischpflanzerln für Chaos im Dorf. Als Franz dann auch noch aufdeckt, dass seine Freunde Simmerl und Flötzinger Stammkunden beim Mordopfer waren, geht es erst richtig los.

Das ist gut/Das ist schlecht:

Auch Teil sieben der Reihe weiß die Stärken der anderen Filme auszuspielen. Mit reichlich charmanter und liebevoller Unterhaltung inklusive bester bayrischer Provinz-Klischees von Leberkäse über Sauerkraut bis hin zu Lederhosen. Dabei sorgt der Krimi-Anteil für ordentliche Spannung, gepaart mit etlichen lustigen Szenen sowie deftigem Wortwitz.

Das alles in Kombination bietet reichlich Kurzweil. Außerdem schafft es auch „Kaiserschmarrndrama“ mit seinen überaus sympathischen, wenn auch teils skurrilen, Charakteren zu begeistern. Figuren, mit denen sich der Zuschauer direkt verbinden kann. Hier ergeht auch ein Lob an den gesamten Cast, der den Charakteren so viel Tiefgang und Seele verleiht, allen voran Hauptdarsteller Sebastian Bezzel.

Positiv zu bewerten ist zudem die Story, die hier sehr gute Abwechslung zwischen Kriminalfall und stinknormalen bürgerlichen Problemen bietet. Dies in Kombination garantiert am Ende eine gute Krimikomödie – und das eindeutig nicht nur für Zuschauer aus dem Süden Deutschlands.

Fazit: Wir können es zum Schluss recht kompakt halten: „Kaiserschmarrndrama“ führt die Reihe auf demselben hohen Niveau fort, wie es die beiden direkten Vorgänger bereits vorgaben. Freut euch also auf reichlich illustre und liebevolle Charaktere, eine abwechslungsreiche Story zwischen Krimi und Komödie sowie eine deftige Dosis bayerischen Humors. „Kaiserschmarrndrama“ bietet schlicht beste Genreunterhaltung, bei der man herzhaft lachen kann, die zur gleichen Zeit aber auch ins Herz geht.