„Jiu Jitsu“ – Film-Kritik – Aufgepasst, Filmfreunde, hier werden Martial Arts, Sci-Fi und irre Action in einem Topf geworfen, kräftig umrührt und als wahrhaft abgefahrenes Trash-Werk auf den Tisch gestellt. Mittendrin zwei echte Schauspielbekanntheiten: Nicolas Cage als durchgeknallter Samurai-Guru sowie Kampfkunst-Ikone Tony Jaa.

„Jiu Jitsu” erzählt von einem alten Orden von Jiu-Jitsu-Kriegern, die sich alle sechs Jahre einem außerirdischen Herausforderer zum Kampf stellen müssen, um über das Schicksal der Erde zu entscheiden. Viele tausend Jahre lang haben die tapferen Kämpfer diese Schlacht für sich entscheiden können – bis heute.

Als der auserwählte Jake sein Duell mit Bax, dem unerbittlichen Anführer der fremden Spezies, vorzeitig abbricht, gerät die Welt aus dem Gleichgewicht. Geschwächt und an Amnesie leidend, wird Jake vom mutigen Keung und seinen Gefährten aufgelesen. Nur mit ihrer Hilfe und dem Rat des exzentrischen Schwertmeisters Wylie kann er den Kampf gewinnen, der über die Zukunft der Menschheit entscheiden wird.

Eine wilde Kiste, die „Jiu Jitsu“ da präsentiert. Schließlich prallen hier „Predator“ und „Kickboxer“ aufeinander. Absolut abgedreht, aber eben auch extrem unterhaltsam. Zumindest wenn man keine zu hohen Erwartungen mitbringt. Denn klar, die Story ist durchgehämmert, aber nicht ohne Reiz. Nur Tiefgang findet man hier nicht.

Es ist eben Kurzweil zum Hirn ausschalten. Das muss man akzeptieren. Auch haben wir es hier eher mit einem trashigen B-Movie zu tun, was aber nicht negativ gemeint ist. Schließlich feuert „Jiu Jitsu” in Bezug auf Martial-Arts-Action aus allen Rohren – inklusive wirklich toll choreografierter Kampfszenen und gut gemachter SciFi-Effekte.

Es ist vor allem ein Streifen, der sich selbst nicht zu ernst nimmt und zudem auf einem Comic basiert. Da ist die irre Achterbahnfahrt, die auch gerne mal über die Stränge schlägt, nur nachvollziehbar. Hinzu kommt ein toller Cast mit eben Nicolas Cage in einer weiteren „speziellen“ Rolle. Tony Jaa zeigt sich indes in Bestform, wenn er spektakulär über den Bildschirm fliegt – und auch Frank Grillo weiß zu gefallen.

Machen wir uns aber nichts vor: „Jiu Jitsu“ wird jetzt keinen Oscar abstauben, aber der Streifen macht einfach Spaß, extrem viel Spaß. In diesem Sinne: Feuer frei!

Jiu Jitsu (Capelight Pictures) – VÖ: 12. Mrz. 21