Wenn irgendwelche Rockstars im Suff Scheiße bauen, wundert sich kein Mensch. Da fliegen Fernsehgeräte aus Fenstern, Prostituierte von Dächern, Hotelzimmer werden verwüstet und auch sonst wird alles getan, um einem Klischee zu entsprechen.

Zumindest war das früher so. Denn heutzutage möchte wohl jeder ein Stück vom Bad-Guy-Kuchen abhaben. Immerhin hat selbst Justin Bieber nun sein Knast-Foto. Das wollte ein gewisser Herr Jan Ullrich nicht auf sich sitzen lassen, und dachte sich, dass es mal wieder Zeit für negative Schlagzeilen sei.

Und so fuhr der 40 jährige Radprofi, pardon: Ex-Radprofi in der Schweiz am Montagabend Auto - Radfahren darf er ja nicht mehr, was soll man da also machen? Dabei krachte er nach Überfahren eines Stoppschildes auch prompt in das Heck eines vor ihm stehenden Citroën, der sich daraufhin überschlug. Ein weiterer Wagen wurde von Ullrich touchiert, so dass letztlich zwei Personen ins Krankenhaus mussten und an allen drei Wagen ein Totalschaden entstand.

Ullrich sagt, er sei im Stress gewesen. Nach einem Termin habe er einfach nur möglichst schnell heimkommen wollen. Möglichst schnell bedeutet in dem Falle 20 km/zu viel, was laut Ullrich "jedem Mal passieren" könne. Und natürlich war kein Alkohol im Spiel. Die Schweizer Zeitung Blick hatte jedoch von einem Atemlufttest berichtet, der 1,4 Promille gezeigt haben soll. Ullrich räumte auf seiner Facebook-Seite mittlerweile ein, bei der Fahrt unter Alkoholeinfluss gestanden zu haben.

Sollte euch auf der Suche nach einem günstigen fahrbaren Untersatz also demnächst ein gewisser J. Ullrich einen 'leicht lädierten' Gebrauchtwagen anzudrehen versuchen, raten wir euch zur Skepsis. Der Mann hat es offenbar nicht so mit der Ehrlichkeit.

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