Seit die „Ghostbusters“ die Gender-Behandlung bekamen und zu einer rein weiblichen Truppe gemacht wurden, steht die Gerüchteküche Hollywoods nicht still, welche Ikone die nächste Geschlechtsumwandlung bekommt. Von James Bond als Frau ist da die Rede. Und seit kurzem auch vom Abenteuer-Archäologen Indiana Jones. Ausgerechnet dessen Mitschöpfer Steven Spielberg gießt diesbezüglich tüchtig Öl ins aufgeheizte Feuer…

Eigentlich gab Spielberg der Sun nur ein Interview, um über den kommenden Teil, „Indiana Jones 5“ zu reden. Darin wird Harrison Ford ein letztes Mal in Lederjacke und Fedora-Hut des Peitschenschwingers schlüpfen. Denn mit 75 hat Ford ein zu stolzes Alter für diese Art Filme erreicht – das sehen er selbst und Spielberg so: „Das wird Harrison Fords letzter Indy-Streifen, davon bin ich überzeugt“, so der Ausnahmeregisseur in dem Interview.

Und weiter: „Aber die Reihe geht auf jeden Fall weiter!“ Doch wer soll einen potentiellen Nachfolger Fords in der ikonischen Reihe verkörpern? Auf die Frage hin, ob er sich auch einen weiblichen Indy vorstellen könne, geschweige denn wolle, nickte Spielberg und kommentierte: „Wir müssten den Namen von Jones in Joan ändern. Und daran wäre absolut nichts verkehrt.“

Spielberg: Ein Fan starker Frauen

Spielberg gilt in Hollywoods von Sexskandalen gebeuteltem Mediensumpf als aufrechter Mann mit einer starken, positiven Haltung zu Frauenrechten – und trägt persönlich Sorge dafür, dass seine weiblichen Stars so viel Gage bekommen wie die männlichen. Unter anderem auch, weil er seine Mutter sehr bewundert hat, die ihn und seine drei Geschwister mehr oder weniger im Alleingang großgezogen hatte, weil sein Vater ein Workaholic und nie zuhause war:

„Meine Mutter war sehr stark. Sie hatte eine eindeutige Meinung zu den Dingen, eine starke Stimme. Ich hatte wirklich Glück, dass so viele Frauen großen Einfluss auf mich hatten – einige davon liebte und liebe ich wie wahnsinnig – meine Mum und meine Ehefrau.“

Damit ist „Indiana Joan“ noch nicht in Stein gemeißelt. Fest steht hingegen, dass „Indiana Jones 5“ 2019 in bewegten Bildern gebannt werden soll, bevor der Streifen wahrscheinlich 2020 als Sommerblockbuster in die Kinos kommt. Ist also noch nichts in trockenen Tüchern, vielleicht wird es ja gar nichts mit der „Indiana Joan“. Andererseits: Das Trauerspiel „Ghostbusters“ konnte sich ja auch niemand vorstellen…

Quelle: thesun.co.uk