„Hunter Hunter“ – Kritik – Willkommen in den einsamen Wäldern Kanadas, denn genau dorthin entführt „Hunter Hunter“. Es ist ein Streifen, der sich zwischen Suspense-Thriller und Survival-Horror bewegt, und letztendlich zu einem erfrischenden Hinterwäldlerhorror mutiert. Dabei fängt alles so herrlich ruhig an.

Fernab der Zivilisation lebt Joseph zusammen mit seiner Frau und Tochter tief in den nordamerikanischen Wäldern. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie sich als Fallensteller und Pelztier-Jäger. Eines Tages macht sich Joseph auf, um einen besonders gefürchteten Wolf zu jagen. Wartend auf seine Rückkehr sitzen Frau und Tochter alleine zu Hause in der Hütte.

Dann bricht plötzlich der Funkkontakt zu Joseph ab, der im Wald verschwunden scheint. Kurz darauf  liegt ein schwerverletzter Fremder vor der Tür, woraufhin der Horror so richtig an Fahrt aufnimmt. Die Ereignisse überschlagen sich und münden in einem blutigen Finale jenseits jeglicher Vorstellungskraft.

„Hunter Hunter“ ist eine echte Genreüberraschung geworden, die nicht nur kräftig an der Spannungskurbel dreht, sondern dank ihrer Plot-Twists auch nicht mit Überraschungen geizt. Zudem liefert der Streifen ein gutes Tempo nebst einer düsteren Atmosphäre samt passendem Score. Darüber hinaus wissen auch die starken Darstellerleistungen zu gefallen.

Außerdem glänzt „Hunter Hunter“ mit pointierter Gewalt, die zuweilen echten Slasher-Charakter hat, insbesondere beim Karacho-Finale. Dennoch ist es kein übermäßig brutaler, bluttriefender Slasher-Streifen, sondern ein toll aufgebauter Survival-Horror, der durchweg mit einer unheilschwangeren Grundstimmung aufwartet. Alle Genrefreunde werden an „Hunter Hunter“ jedenfalls ihre helle Freude haben.

Hunter Hunter (Koch Films) – VÖ: 28. Apr. 22