„Honest Thief“ – Film-Kritik – Er ist wieder da, Hollywood-Star und Fanliebling Liam Neeson. Einmal mehr erleben wir den vielseitigen Schauspieler in einem Action-Thriller. Ein Genre, in dem er zahlreiche Hits ablieferte, etwa in Vertretern wie „96 Hours“, „Run All Night“ oder „The Commuter“. Nun ist er der „Honest Thief“, der sich als berüchtigter Bankräuber Tom Dolan Hals über Kopf in Annie verliebt. Daraufhin möchte er seinen riskanten Job endgültig an den Nagel hängen.

Er beschließt, sich dem FBI zu stellen, um für sich einen Deal auszuhandeln: Er bietet die Rückgabe seiner neun Millionen Dollar Beute gegen eine reine Weste und Straffreiheit an. Beim FBI glaubt man nach Toms Kontaktaufnahme zunächst, dass dieser der Behörde einen Streich spielen will. Anstatt erfahrener Kollegen werden die jungen Agenten Nivens und Hall mit dem Fall beauftragt.

Als diese herausfinden, dass es sich bei dem Anrufer tatsächlich um den langjährig gesuchten Meisterdieb handelt, können sie ihr Glück kaum fassen. Denn dessen Geld könnte ihre Eintrittskarte in ein besseres Leben sein. Ein Katz-und-Maus-Spiel um die Millionenbeute beginnt, bei dem die Grenzen zwischen Gut und Böse immer mehr verschwimmen.

Auch wenn „Honest Thief“ plottechnisch nicht ganz auf dem Niveau siedelt, wie etliche Genrekollegen, so sehen wir hier Liam Neeson wieder in Topform. In einem ebenso ansehnlichen wie spannenden Action-Thriller, in dem neben Neeson auch Kate Walsh sowie Jai Courtney und Anthony Ramos als dubioses FBI-Duo überzeugen.

Der Streifen beginnt dabei recht zaghaft, nimmt aber spätestens ab der Mitte bis zum Ende an Fahrt auf. „Honest Thief“ bietet insgesamt packendes Thriller-Kino, auch wenn man sich an der einen oder anderen Stelle noch eine Ecke mehr Action gewünscht hätte. Dennoch wartet hier ein Streifen für das Heimkino, der Liam-Neeson-Fans letztendlich überzeugen sollte.

Honest Thief (Concorde Video) – VÖ: 01. April 2021