Mysteriöse Kreaturen, riesige Löwen und biestige Megaschlangen – da kann nur ein Mann mit fertig werden. Niemand Geringerer als der stärkste Kerl der Welt: Hercules (neben Popeye natürlich). Und in diese Rolle schlüpft das Muskelpaket Dwayne „The Rock“ Johnson („Fast & Furios“, „G.I. Joe“) als Action-/Fantasy-Held und das Ganze auch gerne mit einem Augenzwinkern. Die Verfilmung nach der Comicvorlage von Steve Moore wurde von Regisseur Brett Ratner „(X-Men – Der letzte Widerstand“) inszeniert, der dem Zeus-Sohn Herkules mit einem 3D-Spektakel einen frischen Anstrich verleihen wollte. Ob die übermenschlichen Kräfte des Halbgottes ausreichen, um Männer im Kino vor Freude ausrasten zu lassen, verraten wir euch in unserer Kritik!

Darum geht’s:

Hercules lebt im Exil und hat als gebürtiger Halbgott so gut wie jeden menschlichen Abgrund miterlebt. Mit seiner Truppe führt er immer wieder gefährliche Aufträge aus, schließlich gibt es zu der Zeit keinen gefürchteteren Söldnerhaufen. Da ist es auch kein Wunder, dass Thrakiens König Cotys Hercules um Hilfe bittet, um das Land von Zentaur Rhesus zu befreien. Die Mission gelingt auch, wobei sich der König im Nachhinein jedoch als der wirkliche Fiesling entpuppt. Doch der Sohn des Zeus kommt hinter die arglistigen Pläne des Drahtziehers und stellt sich ihm in den Weg. Damit beginnt ein epischer Kampf, der größte Fight, den Hercules jemals austragen musste. Denn der Halbgott kommt ins Grübeln und ringt mit sich – so werden seine Fähigkeiten und sein Selbstvertrauen auf eine harte Probe gestellt.

Das ist gut:

Was anfänglich mit angezogener Handbremse beginnt, entpuppt sich schnell als temporeicher Fantasy-Actionstreifen, in dem mit schnellen Schnitten und einem CGI-Feuerwerk nur so um sich geschossen wird. Das macht Spaß und lässt Männerherzen Feuer fangen. Insbesondere, wenn Hercules mit seinen Gefährten die Schwerter zückt, geht es 3D-technisch rund. Außerdem hätte man mit „The Rock“ keine bessere Besetzung für die Verkörperung des Muskelhalbgotts finden können. Er hat sich für seine Rolle aber auch heftig ins Zeug gelegt, trainierte noch mehr Muskelmasse an und drehte sogar sämtliche Stunts selbst – ein echter Kerl eben. Was zudem richtig gut gefällt, ist der wohldosierte Humor, der den Film durchzieht. Hier wird vieles mit einem Augenzwinkern versehen und somit rückt man auf gelungene Art und Weise von der klassischen Sage ab. Obendrein ist die Story richtig cool, gerade weil man den Fokus etwas mehr auf Hercules menschliche Seite, also auf den Typen hinter dem Zeus-Sohn gelegt hat.

Das ist schlecht:

Tja, schlecht ist vor allem, dass der Streifen keine drei Stunden auf die Uhr bringt. Denn die rasante Heldenfahrt vergeht leider wie mit Überschallgeschwindigkeit. Aber wir würden einem Halbgott nie wirklich an den Karren pinkeln wollen. Daher: alles gut!

Hat jemand vor ein paar Monaten „The Legend of Hercules“ im Kino gesehen? Im Vergleich zum neuen Heldenepos war das damals Kindergarten, es liegen wirklich Welten dazwischen. „Hercules“ ist richtig geiles Männerkino über eine echte Heldenfigur der Antike. Ein spannungsgeladener Streifen, actionreich, vollgepackt mit spektakulären Kampfszenen und echt coolen Effekten. Dazu eine fesselnde Story mitsamt einer Wagenladung Intrigen und Wendungen. Nicht zu vergessen der toll dosierte Humor mit etlichen kessen Sprüchen – ein „The Rock“ in seiner Paraderolle. Mal ehrlich, was will MANN mehr? Gar nichts! Geniales Blockbusterkino, um sich von Hercules die Herbstmüdigkeit rausprügeln zu lassen!