„Greenland“ – Film-Kritik – Seit jeher faszinieren und beängstigen uns Streifen, die sich mit verheerenden Naturkatastrophen oder kosmischen, apokalyptischen Ereignissen beschäftigen. Insbesondere eben auch Filme, die von Einschlägen mächtiger Kometen und Meteoriten erzählen, so wie der bekannte Blockbuster „Deep Impact“ oder „Armageddon – Das jüngste Gericht“. Jetzt gibt es mit „Greenland“ im Heimkino Nachschub auf DVD und Blu-ray.

Dies mit Action-Liebling Gerard Butler, der sich und seine Familie im neuen Katastrophenfilm vor einem Planetenkiller retten muss. Herausgekommen ist ein überaus spannendes Weltuntergangsszenario, das die Gratwanderung zwischen Authentizität und Action-Blockbuster schafft. Im Detail geht es in „Greenland“ darum, dass ein riesiger Komet mit hoher Geschwindigkeit auf die Erde zurast.

Eigentlich ging man davon aus, dass er vor Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen würde. Doch die Berechnungen lagen falsch! Das steinerne Monster wird mit der Erde kollidieren. Erste Fragmente des Kometen stürzen auf die Erde und zerstören ganze Städte und Landstriche überall. Während des drohenden Armageddons werden Gerüchte laut, dass nur ein elitärer Kreis von Personen in Sicherheit gebracht werden kann.

Darunter auch Ingenieur John Garrity, der von der US-Regierung aufgefordert wird, sich sofort gemeinsam mit seiner Frau Allison und Sohn Nathan zu einer Militärbasis zu begeben. Von dort aus sollen sie nach Grönland ausgeflogen werden, wo das Überleben möglich sein soll. Allerdings wird die Fahrt dorthin zum Spießrutenlauf für John und seine Familie. Denn das Land versinkt mittlerweile im Chaos zwischen fliehenden Menschen und plündernden Horden.

Genau in diesem Szenario werden sie auseinandergerissen. Wie sollen sie sich je wiederfinden – und wo ist man überhaupt noch sicher? „Greenland“ schieb sich von jetzt auf gleich in die obere Liga der Katastrophenfilme. Vor allem, weil es kein schnöder Actioner ist, sondern der Mix aus emotionalem Katastrophenfilm und Actionabenteuer gefunden wurde.

Ein Streifen, der nicht nur die spektakulären Zerstörungen zeigt, sondern auch einen Blick auf die Menschen wirft, auf ihre sich von jetzt auf gleich ändernde Lebenssituation, was zu einem dramatischen Überlebenskampf führt. Dabei werden auch moralische Fragen angezapft. Deshalb bekommt ihr hier einen bockspannenden Streifen mit Tiefgang, coolen Twists und einem Finale, das es in sich hat.

Dass der Cast hierbei bis in die Nebenrollen blendend besetzt ist, allen voran Gerard Butler und Morena Baccarin, rundet den Film gelungen ab. Wir können Regisseur Ric Roman Waugh („Angel has Fallen“, „Shot Caller“) hier nur ein dickes Lob aussprechen und allen Genrefans „Greenland“ ans Herz legen!
 
Greenland (Tobis/Leonine) – VÖ: 05. Mrz. 21