Fällt es auch mit jeder neuen Staffel „Das Supertalent“ etwas schwerer, die Sendung zu ertragen? Ständig singen Leute die a) für „DSDS“ zu langweilig oder b) für „The Voice“ zu schlecht sind, irgendein grauenhaft anzusehender Widerling, der in einer (geschlossenen!) therapeutischen Einrichtung eindeutig besser aufgehoben wäre, hopst in Unterwäsche über die Bühne und die Frauenfitnessgruppe „Goldener Herbst“ heischt mit belanglosen Aerobiceinlagen verzweifelt um Aufmerksamkeit. Dabei könnte die Nummer so viel interessanter sein, wenn man mehr Künstlerinnen auftreten ließe, wie sie im folgenden Video zu sehen sind.

Falls ihr euch wundert, weshalb die Jury und die Moderatoren ständig wechseln: Die Clips stammen aus verschiedenen Ländern. Das Format „Das Supertalent“ ist nämlich keine deutsche Erfindung, sondern findet im Fernsehprogramm rund um den Globus seine Entsprechung. Das Grundkonzept ist in jeder Sprache dabei stets das gleiche. Menschen mit verschiedenen Talenten, beispielsweise Sänger oder Artisten, treten an, um die Gunst einer meist dreiköpfigen Jury und des Publikums zu erlangen, um in die nächste Runde gewählt zu werden. Der Sieger des Finales erhält einen Geldpreis.

Nun muss man „Talento Argentino“ oder „Ecuador Tiene Talento“ nicht ausführlich gesehen haben, um zu wissen, dass auch dort ganz garantiert eine ganze Menge Müll über die Bühne gewirbelt wird. Auf eine sexy Compilation wie diese eingedampft, geht’s aber eigentlich.