„Gladiator“. Das Meisterwerk aus der Feder von Ridley Scott ist einer der epischsten, wenn nicht sogar der epischste Sandalen-Film aller Zeiten. Ein Film, der einfach alles hat, testosterongeschwängerte Action, brachiale Duelle, Romantik, Exotik und mitreißendes Pathos. Doch auf einen Nachfolger des Meisterwerks warteten die Fans vergeblich. Bis jetzt, denn Ridley Scott möchte ins Alte Rom zurückkehren.

Gerüchte über eine „Gladiator“-Fortsetzung machen seit gut 16 Jahren die Runde – nun kommt neuer Schwung in das Projekt: Scott hegt seit vielen Jahren den Traum, ein Sequel zu drehen. Gegenüber dem Magazin „Deadline“ offenbarte er, dass er neben anderen Projekten (Ridley Scott gilt in Hollywood als absolutes Arbeitstier) an einem Skript zu „Gladiator 2“ werkelt. Und dass Jahre, nachdem ein anderer ein Drehbuch eingereicht hatte.

Aus Caves Vision wurde nichts

Denn auch der Musiker und Ausnahmekünstler Nick Cave hatte seinerzeit ein eigenes Drehbuch für einen Nachfolger vorgelegt, das allerdings eher … ausgefallen war: Darin verschlug es Maximus (Russell Crowe) nach seinem Tod in der Arena in die römische Unterwelt des Orkus, wo er mit Göttern und mystischen Wesen konfrontiert wurde.

Diese lagen im Sterben, weil Menschen begannen, vermehrt an Jesus Christus und nicht mehr an sie zu glauben. Maximus sollte daher zur Erde zurückkehren, um Jesus und seine Jünger zu töten, wurde jedoch von den Göttern betrogen und musste im über 25-minütigen Action-Finale von Caves Skript sämtliche Kriege der Welt ausfechten, bis er im Vietnam-Krieg ankommt …

Lucius im neuen Alten Rom

Scotts Skript wird hingegen geerdeter, wie er offenbarte: Es soll sich um den jungen Lucius drehen. Der war im ersten „Gladiator“ noch ein Kind und der Neffe des wahnsinnigen, seinerzeit von Joaquin Phoenix gespielten Kaisers und Vatermörders Commodus. Lucius muss sich nach dem Tod von Commodus in der Arena durch Maximus' Hand in einem veränderten Rom behaupten.

Man darf gespannt sein, was Ridley Scott aus dieser Grundidee macht. Hoffentlich erfahren wir bald mehr – aber angesichts der Tatsache, wie schnell und präzise Scott in der Regel seine Projekte durchzieht, dürfte es nicht mehr lange dauern.

Quelle: slashfilm.com