Die Menschen haben immer weniger Sex! Natürlich nicht die mann.tv-Autoren und deren treue Leserschaft. Aber alle anderen schon. Vor allem die Briten! Gingen diese 1990 nämlich noch fünfmal pro Monat miteinander ins Bett, waren es im Jahr 2000 nur noch viermal. Und mittlerweile absolviert der Durchschnittsbrite im Alter zwischen 16 und 64 bloß noch drei Runden in den Laken! Und wer ist schuld daran? Natürlich ‘Game of Thrones’! Das behauptet zumindest ein britischer Professor. Na ja, oder so ähnlich zumindest.

Einen Mangel an sexueller Betätigung gibt es in der Fantasy-Saga aus der Feder von Autor George R. R. Martin jedenfalls nicht. Doch die expliziten Szenen, die sich mittlerweile sogar auf Pornoseiten finden lassen, sind aus Sicht des Cambridge-Professors David Spiegelhalter gar nicht der eigentliche Grund, dass in der Realität Flaute herrscht. Die durch das fast schon allgegenwärtige Streaming jederzeit verfügbaren Serien fressen einfach zu viel unserer Zeit! Musste man vor gar nicht allzu langer Zeit noch eine Woche bis zur nächsten Folge warten, sind Serienmarathons heutzutage eher die Regel als die Ausnahme. Und darüber vernachlässigen wir den Sex!

Ich sehe die Set-top-Box verantwortlich, Netflix. 'Oh mein Gott, ich muss die ganze zweite Staffel Game of Thrones zu Ende schauen', denken die Leute“, äußert sich Professor Spiegelhalter kritisch – und übersieht dabei, dass ‘GoT’ gar nicht auf Netflix läuft – und bemängelt zudem: „Der Punkt ist diese massive Vernetztheit und der ständige Blick aufs Smartphone. Früher war das Fernsehprogramm um 22:30 vorbei, danach hatte man nichts mehr zu tun. Sogar Stromausfälle helfen. Wir haben heute einfach weniger Sex, es stimmt einfach.

So seltsam es klingen mag, langweilen wir uns einfach nicht mehr genug, um Sex zu haben! Aber wer weiß, vielleicht hat die Natur das mit Absicht so eingerichtet, um der zunehmenden Überbevölkerung entgegenzuwirken?! Vielleicht gibt es ja auch bald echte Drachen?!