Munter geht es weiter mit unserer Reihe um die Film-Trailer von damals. Dieses Mal haben wir uns einen der intensivsten und stärksten Kriegsfilme herausgesucht, der nicht der Traumfabrik Hollywoods entstammt. Die Rede ist vom deutschen Anti-Kriegsfilm „Stalingrad“ aus dem Jahre 1993. Ein ehrlicher, ungeschönter und aufrüttelnder Streifen um die eingekesselten Soldaten der 6. Armee in Stalingrad. Ein eiskalter, kompromissloser Film, angesiedelt inmitten der Ostfront im Winter 1942.

Die Bestie Krieg springt einem hier direkt und authentisch ins Gesicht. In den 137 Minuten geht es an die Ostfront im Winter 1942. Gezeigt wird das Kriegsgrauen der Schlacht von Stalingrad aus Sicht eines deutschen Sturmpionier-Bataillons. Die 6. Armee ist mit knapp 600.000 Mann im zerbombten Stalingrad eingekesselt worden. Die Temperaturen sinken zeitweise bis auf minus 50 Grad. Für die Landser Fritz, Hans, Rollo und GeGe hat der Kampf ums nackte Überleben begonnen.

Kugelhagel und Stalinorgeln sind nur ein Teil des puren Wahnsinns, die meisten verlieren den Kampf gegen Hunger und Kälte. Die Durchhalteparolen des Führers haben plötzlich keine Bedeutung mehr, denn vor ihren Augen zerbricht alles, woran sie geglaubt haben, bis nur noch ein Wunsch existiert: zu sterben. Dieser Streifen von Joseph Vilsmaier geht unweigerlich direkt unter die Haut, berührt emotional und schockiert auf gleiche Art.

In erschütternd realistischen Bildern wird das brutale Kampftreiben gezeigt, wobei der Film auch als fesselndes Soldatendenkmal zu verstehen ist. Dort gab es keine Gewinner, nur Verlierer. „Stalingrad“ gehört ohne Frage zu den Kriegsfilmklassikern und zu den besten Streifen seiner Art.