Da sind sie wieder – heiße Schlitten, rasante Action und Motorhauben-Miezen satt! "Fast & Furious 6" wird nach seinem Kinoerfolg auch dem Home-Entertainment-Bereich mächtig einheizen. Denn der überaus beliebte und gnadenlos erfolgreiche Auto-Action-Gigant steht als Blu-ray und DVD im Regal beim Händler eures Vertrauens. Diese Reihe ist einfach ein Phänomen, denn mit jedem Teil, mit jedem weiteren Tropfen verbrannten Benzins steigen Erfolg und Hype. Wer sich noch nicht davon überzeugen konnte, dass der sechste Teil immer noch genug Nitro im Tank hat, an die Genrespitze zu rasen, für all jene blicken wir noch einmal auf den neuen Actioner um Vin Diesel, Paul Walker und Dwayne Johnson.

Darum geht's:

Dominic Toretto (Vin Diesel), Brian O’Connor (Paul Walker) und Crew haben im Vorgänger halb Rio in seine Einzelteile zerlegt. Seitdem befinden sie sich auf der Flucht, ihre Crew hat sich quer über den Globus verteilt. FBI-Agent Luke Hobbs (Dwayne Johnson) ist derweil damit betraut, eine Bande extrem gefährlicher Typen dingfest zu machen. Ihr Oberhaupt:  Ex-Soldat und Elite-Rennfahrer Owen Shaw (Luke Evans), der zudem eine alte Bekannte und Totgeglaubte als seine rechte Hand eingesetzt hat – Letty (Michelle Rodriguez), Dominics ehemalige große Liebe.

Ihr großer Coup soll eine Hightech-Waffe sein, die sie auf dem Schwarzmarkt verticken können. So steht einmal mehr eine Unzahl böse Buben, Frauen, Waffen und Verfolgungsjagden im Fokus, weswegen sich Hobbs auch professionelle Hilfe besorgen muss. Die sieht er natürlich in Dom Toretto und seiner Truppe. Sie sollen sich ihm für diesen Auftrag anschließen, um die Organisation zu sprengen. Wenn sie erfolgreich sind, winkt ihnen die vollständige Strafbefreiung.

Das ist gut:

Regisseur Justin Lin zeigt nun zum dritten Mal in Folge, wie man Action auf ihre Spitze treibt: Verfolgungsjagden ohne Ende und was dem Vorgängerfilm sein Tresor-"WoW"-Effekt, ist dem sechsten Teil ein Antonow An-124 Transportflugzeug. Was Lin hier an Adrenalin und Spektakel abfeuert, lässt das Hirn wirklich vor Erstaunen ausklinken. Zudem gefällt seit Lins "Fast & Furious"-Debüt, dass die einzelnen Storyteile miteinander verwoben werden, was der Reihe ein wenig mehr Tiefgang und Identifikation bringt. Ebenso gefällt Luke Evans als wahnsinniger Oberschurke. Generell ist es bei "Fast & Furious" so, dass der gesamte Cast eigentlich immer passt. Und mit ihrem Neuzugang, der Mixed-Martial-Arts-Kämpferin Gina Carano, hat die gesamte Crew noch einen Tick mehr Dynamik bekommen.

Das ist schlecht:

So wirklich schlecht ist im sechsten Teil nichts. Lin mag es für den einen oder anderen etwas übertreiben mit seinen inhaltlichen Verknüpfungen zu den beiden Vorgängerfilmen. Der Streifen hätte überdies auch etwas mehr Witz vertragen können, gerade was die Frotzeleien zwischen Johnson und Diesel betrifft. Das Einzige, was wirklich stört, ist die Geschichte um die von den Toten auferstandene Letty, deren Erklärung dem Plot viel zu oberflächlich und abrupt aufgepfropft wurde.

Eines vorweg: Zuschauer, die ein Problem mit überzeichneter Action oder stellenweise unrealistischen und verrückten Stunts haben, sollten "Fast & Furious 6" fernbleiben. Für die meisten aber ist auch der sechste Streich einfach rundherum gelungen. Echtes Männerkino für zu Hause, voller reizender Damen, richtig geiler Karren und Action, die für drei Standardstreifen ausreichen würde. Somit bleibt alles beim Alten – sobald Vin Diesel und Dwayne Johnson "Fast & Furious" schreien, darf man sich auf den Wohlgeruch von verbranntem Benzin freuen. Nachdem Lin nun die Kiste an seinen Nachfolger James Wan weitergereicht hat, richten sich alle Blicke gebannt auf "Fast & Furious 7", der 2014 anlaufen soll.