Es war eine absolute Kultreihe, die die Jugend vieler heute 30- bis 50-Jähriger geprägt hat: „Eis am Stiel“. Die ewige Suche von Benny, Momo und Co. nach der (körperlichen) Liebe kennt beinahe jeder deutsche Mann aus der goldenen Zeit des Fernsehens. Nun hat sich ein Dokumentarfilm des Themas angenommen.

Man sollte nicht annehmen, dass bis auf den – für viele unverständlichen – Kult-Charakter der Reihe viel über „Eis am Stiel“ zu sagen sei, geschweige denn eine ganze Dokumentation: Die hört auf den Namen „Eskimo Limon“, der israelische Name, den auch die „Eis am Stiel“-Reihe im Original trägt.
In seiner Doku zeigt der Dokumentarfilmer und Grimmepreis-Träger Erii Frieder den Werdegang der acht-teiligen Reihe. 1978 fand sich der erste Teil der später zur Reihe gewordenen Streifen sogar auf der Berlinale wieder – und avancierte dort zum Liebling des Publikums.

Er offenbart aber eben nicht nur die guten Seiten der Reihe, sondern offenbart auch die dunklen Seite der Filme, lässt Drehbuchautoren, Leute aus dem Schnitt und selbst die Kostümbildnerin zu Worte kommen. Dabei offenbaren sich auch finstere Abgründe, von denen der Zuschauer so wohl nichts mitbekommen hatte: Zwang zu Nackt- und Sexszenen, auch zu Demütigungen ist es am Set gekommen.

Macht euch selbst ein Bild, die Doku „Eskimo Limon“ kann in der ARD-Mediathek hier angesehen werden – allerdings nur zwischen 20.00 und 6.00 Uhr.

Quelle: spiegel.de