Wir von mann.tv präsentieren euch wieder die besten DVD- & Blu-ray-Veröffentlichungen der Woche. Denn im Home Entertainment wird man förmlich überschwemmt mit neuem Filmmaterial. In dieser Woche haben wir für euch einen Megadrachen, einen Anwalt auf Abwegen, ein feuriges Girl und ein echtes Männerdrama mit viel Musik! Dies sind unsere DVD- & Blu-ray-Tipps der Woche.

Der Hobbit: Smaugs Einöde - (Warner Home Video) - VÖ: 11. Apr. 14
Thorin Eichenschild (Richard Armitage) befindet sich mit seiner Zwergentruppe als auch Zauberer Gandalf (Ian McKellen) und Bilbo Beutlin (Martin Freeman) immer noch auf der Reise. Doch ihrem Ziel, der ehemaligen Heimat der Zwerge, dem Berg Erebor, sind sie nicht mehr fern. Verfolgt werden sie dabei immer noch vom boshaften Orkkönig Azog. Vor der Reisegruppe liegen außerdem weitere Gefahren. Allen voran der kolossale Drachenwächter Smaug, der bereits im Erebor auf die illustre Truppe wartet. „Smaugs Einöde“ hat all das, was dem ersten Teil fehlte. Nämlich eine kräftige Fantasy-Action-Gangart, die man aus den „Herr der Ringe“-Filmen kennt. Der zweite Teil der Hobbit-Trilogie hat über zweieinhalb Stunden Fantasy-Abenteuer, das wesentlich mehr auf den Punkt kommt und weniger abschweift in zum Einschlafen langatmige Lagerfeuer-Romanzen. Ernster, düsterer und rasanter, mit einer höheren atmosphärischen Dichte – ein echtes Fantasy-Highlight!

The Counselor - (20th Century Fox) - VÖ: 2. Apr. 14
Der sogenannte Counselor (Michael Fassbender) ist ein Rechtsanwalt und glücklich verlobt. Es könnte alles so schön sein, hätte er sich nicht vom Nachtclubbesitzer Reiner (Javier Bardem) in ein illegales Drogengeschäft reinziehen lassen. Er hat Blut geleckt und strebt nach immer mehr dreckigem Geld und Macht. Angezogen von der Lebensart Reiners und seiner Muse Malkina (Cameron Diaz) geht es aber bald schon abwärts in seinem Leben. Für den Counselor besteht schon bald Lebensgefahr in der Unterwelt voller Intrigen und finsterer Gestalten. Kurz vor dem totalen Absturz wird ihm bewusst, dass es so nicht weitergehen kann, mit folglich heftigen Konsequenzen. Dieser Thriller ist wirklich ein dramatisches Werk geworden, das einem echten Alptraum gleicht und stellenweise schockiert. Ridley Scott ist ein ganz starker Streifen gelungen, der mit einer tollen Besetzung, fetzigen Dialogen und beeindruckenden Bildern den Zuschauer mitnimmt.

Carrie - (20th Century Fox) - VÖ: 4. Apr. 14
Die teuflische Teenagerin Carrie steht wieder auf der Matte. Diesmal in der Neuverfilmung von Regisseurin Kimberly Peirce. Die 16-jährige Carrie White (Chloë Grace Moretz) plagt sich nicht nur mit ihren Mitschülern und ihrer Pubertät herum. Nein, sie muss sich auch mit ihren übersinnlichen telekinetischen Fähigkeiten auseinandersetzen. Obendrein hat sie noch ihre religiös fanatische Mutter Margaret (Julianne Moore) an der Backe. Carrie ist eine typische Außenseiterin, die gehänselt und gemobbt wird. Die Drangsalierung durch ihre Mutter macht die Situation nicht leichter, sodass bei dem jungen Mädchen irgendwann die Dämme brechen – und sich ihre Kräfte gewaltsam den Weg bahnen. Leider passiert dies ausgerechnet auf dem Abschlussball: mit verheerenden Folgen. Dieses Remake des Stephen-King-Bestellers „Carrie“ und der ersten Verfilmung aus dem Jahre 1976 von Brian de Palma ist nüchtern betrachtet eine gute, zeitgemäße Interpretation der Vorlage. Da Carrie allerdings bereits Filmgeschichte geschrieben hatte, wird aus dem Remake nicht mehr als kurzweilige Abendunterhaltung.

Inside Llewyn Davis - (Studiocanal) - VÖ: 10. Apr. 14
New York, 1961. Llewyn Davis lebt für die Folkmusik, doch der große Durchbruch lässt auf sich warten. Während sich in den Clubs von Greenwich Village aufstrebende Musiker die Klinke in die Hand geben, pendelt Llewyn zwischen kleinen Gigs und Songaufnahmen. Nacht für Nacht sucht er einen neuen Platz zum Schlafen und landet dann meist bei befreundeten Musikern wie Jim und Jane, mit denen ihn mehr als eine oberflächliche Freundschaft verbindet. Doch Llewyn kann seine Gefühle nur in der Musik und nicht im echten Leben äußern, und so lässt er sich weitertreiben – von New York bis Chicago und wieder zurück, ganz wie die Figuren in den Folksongs. Hoppla, kein Actionstreifen oder etwas, wo Blut in Strömen fließt? Ja, bei diesem Streifen wird die Hälfte der Zuschauer schon bei der Story abwinken, da es sich vermeintlich nur um einen Langweiler handeln kann. Dem ist aber ganz und gar nicht so. Es ist ein weiterer Film der Coen-Brüder („True Grit“, „No Country for Old Men“), der mit viel Tiefgang, Emotionen und Ruhe begeistert. Außerdem gibt es eine ordentliche Portion Musik. Quasi ein Männer-Musikdrama, das fasziniert und auch echte Kerle emotional auflädt, weit entfernt von Explosionen, Brüsten und Kugelhagel! Top!