Was wäre eine neue Woche ohne neues Material auf Blu-ray und DVD? Richtig, eine doofe Woche! Deshalb haben wir für euch die besten Veröffentlichungen dieser Tage herausgesucht. Unser Highlight ist dieses Mal ein Streifen, der garantiert nichts für Zartbesaitete ist. Da wird euch nämlich brutales, grandios inszeniertes Terrorkino geboten. Blutig geht es auch im Remake eines echten Racheklassikers zu, in dem Bruce Willis seinen Mann steht. Wer lieber Lachen will, sollte sich den Sex Pakt reinzimmern. Oder doch lieber eine Runde Satire, mit einem wahren Meisterwerk des Genres? Haben wir euer Interesse geweckt? Gut, mehr erfahrt ihr jetzt in unseren DVD- sowie Blu-ray-Tipps der Woche!

FILMTIPP DER WOCHE

Ghostland - VÖ: 10. Aug. 18
Macht euch bereit für „Ghostland“, der euch nun den Horror-Schock in eure Wohnzimmer bringt. Bereits nach den Kinovorführungen war klar, dass hier ein neuer Genrehit geschaffen wurde. „Martyrs“-Regisseur Pascal Laugier hat hier fantastische Arbeit geleistet, einen brutalen Horrortrip zu erschaffen, der in die menschlichen Abgründe blickt. Das verwundert nicht, schließlich ist Laugier bekannt dafür, in seinen Filmen immer an die Grenzen zu gehen und seine Charaktere auf rücksichtsloseste Art und Weise leiden zu lassen. Das aber nicht der Gewaltlust zuliebe, sondern um den Zuschauer mit in sein Terrorkino zu ziehen, das lange danach noch in den Köpfen hängt. Das ist ihm mit „Ghostland“ grandios gelungen – auch, weil er penibel auf Schauspieler zurückgegriffen hat, die authentisch ihre Rollen spielen.

Dies ist einer der Gründe, wieso auch dieser verstörende Streifen so unter die Haut geht. Es geht um Pauline und ihre Töchter Beth sowie Vera, die nach dem Tod ihrer Tante das alte, mit Kuriositäten vollgestopfte Haus der Verstorbenen beziehen. Gleich in der ersten Nacht im neuen Heim werden sie von brutalen Einbrechern überfallen. Das Trauma sitzt tief und prägt die Schwestern bis ins Erwachsenenalter. Beth hat ihre persönliche Bewältigungsstrategie im Schreiben gefunden und ist erfolgreiche Autorin von Horrorliteratur. Vera hingegen lebt immer noch mit ihrer Mutter in dem alten Haus, leidet unter paranoiden Wahnvorstellungen und verliert zunehmend den Verstand. 16 Jahre nach dem Vorfall kehrt Beth an den Ort des Geschehens zurück – was sich als schrecklicher Fehler erweist. Wir können Pascal Laugier gar nicht genug loben für diesen überaus atmosphärischen, sehr effektiven Horror-Schocker mit reichlich Thrill.

Es ist ein Streifen, der eine kräftige Dosis Brutalität besitzt und Szenen in die Magengrube befördert. Um noch mal zum Cast zu kommen, es ist beispiellos, mit welcher Hingabe vor allem die beiden Jungdarstellerinnen Emilia Jones und Taylor Hickson hier ihre schwierigen Rollen verkörpern. Aber auch Crystal Reed, Mylène Farmer und Anastasia Phillips beeindrucken. Dazu dieser unter die Haut gehende Score und fertig ist ein eindringlicher, schockierender aber auch unterhaltener Torture-Horror-Streifen. „Ghostland“ ist ganz klar ein absolutes Genrefest, mit dem sich Pascal Laugier selbst übertroffen hat!  (capelight pictures)

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