Wenn es draußen stürmt und der Regen fällt, freut man sich doch über gemütliche, warme Abende vor dem Heimkino. Auch in dieser Woche haben wir ein paar neue Highlights auf DVD- sowie Blu-ray herausgefischt. So steigt Musiklegende Freddie Mercury auf die Bühne, um euch mit einem mitreißenden Streifen die Geschichte von Queen näher zu bringen, die Musikgeschichte geschrieben haben. Oder wie wäre es mit dem neuen Film von Michael „Bully“ Herbig, der euch einen bockspannenden deutschen Thriller um einen spektakulären Fluchtversuch aus der DDR zeigt? Zu guter Letzt haben wir noch das größte Abenteuer der Menschheitsgeschichte am Start, die Mission zum Mond. Interesse geweckt? Dann erfahrt ihr jetzt mehr in unseren folgenden DVD- sowie Blu-ray-Tipps der Woche!

FILMTIPP DER WOCHE

Bohemian Rhapsody - VÖ: 14. Mrz. 19
Okay, Dokumentationen gibt es allerhand, aber eben keinen Kinofilm. Mit „Bohemian Rhapsody“ durften sich Queen-Fans und Musikfreunde auf die Auferstehung Freddie Mercurys auf der großen Bühne freuen. Nur sehr wenige Bands haben in der Zeit von Zeit von 1973 und 1991 das Rock-Genre so geprägt wie Queen. Die Jungs um den einzigartigen, verstorbenen Sänger Freddie Mercury sind heute britische Rocklegenden, haben Musikgeschichte geschrieben und Queen zählt immer noch zu den größten Rock-Kapellen der Welt.

Der Film „Bohemian Rhapsody“ erzählt die Geschichte rund um Freddie Mercury und seine Bandmitglieder Brian May, Roger Taylor und John Deacon von den Anfängen bis zum legendären Live-Auftritt bei der Live Aid Benefizveranstaltung. Dazu gehören auch Szenen, in denen Queen einige ihrer Vielzahl an unvergessenen Hits aufnehmen und produzieren. Der Streifen blickt aber auch ein wenig hinter die Fassade des Erfolgs. Er zeigt aber leider nur in Ansätzen die innere Zerrissenheit Freddies mit seiner Sexualität sowie seinem exzessiven Leben.

Thematisiert werden zudem seine Solo-Karriere und der Zwist mit Band und Management. Alles in allem ist „Bohemian Rhapsody“ ohne Frage großes Kino und ein mitreißender Musikfilm. Nein, es ist kein Biopic, aber es gibt ein paar Ecken, die Fans hier und da verwirrt dreinblicken lassen. So ist die Story an sich extrem geglättet, es gibt zeitliche Fehler bezüglich Songs, Alben und Band-Geschehnissen. Aber auch Dinge, die so nicht stattgefunden haben, wie etwa die Behauptung, Freddie, May und Taylor hätten auf einem Hinterhof kennengelernt, wo sie doch tatsächlich bereits in einer WG wohnten und sich kannten.

Das ist alles zu verschmerzen, nicht aber der Umgang mit der HIV-Diagnose Mercurys, die erst weit nach den Ereignissen im Film, 1987, bekannt wurde. Auch dass er sich der Band mit seiner HIV-Erkrankung offenbarte, erfolgte erst sehr spät, im Jahr 1989. Aber abgesehen von diesen Schnitzern, die nur wohl nur den treuen Fans etwas auf das Gemüt drücken dürften, ist der Film eine echte Unterhaltungswucht. Vor allem wegen der brillanten Performance von Rami Malek, der absolut verdient den Oscar für seine Rolle des Freddie Mercury einheimste.

Aber auch alle anderen Protagonisten sind top getroffen, könnte Gwilym Lee doch etwa locker als Zwillingsbruder von Brian May durchgehen. „Bohemian Rhapsody“ bietet kurzweilige, emotionale Unterhaltung für das Heimkino und noch mehr Musikspaß. Ein Film für Fans, die es nicht so ernst nehmen bezüglich der Geschichte und zeitlichen Abfolgen sowie generell jeden Zuschauer, der auf Musikstreifen und unvergleichliche, legendäre Rockmusik steht. (20th Century Fox)

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