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Romans – Dämonen der Vergangenheit - VÖ: 27. Jun. 19
Wir alle kennen ihn, meist aus Historien-Streifen oder Fantasy-Blockbustern wie „Der Herr der Ringe“, „Fluch der Karibik“, „Troja“, „Königreich der Himmel“ oder eben „Der Hobbit“ – Orlando Bloom. Daher kommen einem wohl als erstes diese Genres in den Sinn, wenn man seinen Namen hört. Nun gibt es Bloom in einem überaus emotionalen, ergreifenden Drama zu sehen. Er schlüpft dafür in die Rolle des Abrissarbeiters Malky.

Selbst mit mittlerweile Anfang 30 kämpft er noch immer mit Dämonen aus seiner Kindheit. Als 12-Jähriger wurde er in der Kirche von einem angesehenen katholischen Geistlichen missbraucht. Bei den Abrissarbeiten eben dieser Kirche kommen die Erlebnisse, die er nie verkraftet hat, immer wieder hoch. Er neigt zu Gewalt und hat Probleme beim Führen einer normalen Beziehung. Unter seinen extremen Unsicherheiten und Psychosen leidet auch seine Freundin Emma.

Als er auch noch auf seinen damaligen Peiniger trifft, verliert er die Kontrolle. Rachegedanken keimen in ihm auf und er steht vor der Frage, wie er sein Trauma bewältigen kann … Ein hartes wie aktuelles Kirchen- und Missbrauch-Thema, das bewegt und sicher auch wütend macht. Gut gelungen ist dabei die Frage, die während des Films wachgerufen wird: „Was würdest du in seiner Situation tun?“ Hierbei beeindruckt Orlando Bloom auf ganzer Linie mit einer seiner besten, wenn nicht sogar der besten weil tiefgründigsten Schauspielleistung.

Es ist ein bedrückend-authentischer Streifen, der die Spannung hält und die Emotionen beim Zuschauer zum Aufwallen bringt. „Romans – Dämonen der Vergangenheit“ ist einer dieser Streifen, die unter dem PR-Radar fliegen, stellt aber für Genrefans einen Must-see-Film dar, der im Gedächtnis bleibt und auch sicher für Diskussionen sorgt. Daumen hoch! (OFDb Filmworks)

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