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Die irre Heldentour des Billy Lynn - VÖ: 8. Jun. 17
Willkommen zurück in den USA, heißt es für den 19-jährigen Soldaten Billy Lynn und die Kameraden seiner Einheit. Kurz nachdem Billy und seine Jungs ein heftiges Gefecht im Irakkrieg hinter sich gelassen haben, das sie traumatisiert hat. Für diesen Einsatz, bei dem Billys Mentor Shroom ums Leben kam, wird die Truppe zu Hause als Helden gefeiert. Der auf Video aufgenommene heroische Rettungsversuch von Billy beschert dem jungen Mann eine Auszeichnung und ihm und seinen Kollegen eine landesweite Heldentour in der Heimat. Jedoch ist die amerikanische Feier-Euphorie meilenweit von der Realität des Krieges entfernt. Außerdem erwägt Billy auf Anraten seiner Schwester, sich für den Dienst im Kriegsgebiet untauglich schreiben lassen. Es ist ein Film über verschrobene Realitäten, öffentliche Wahrnehmungen und Instrumentalisierung. Aber auch ein Streifen, der die Profit- sowie Publicity-Geilheit zeigt, auf Kosten der Soldaten, die wofür auch immer in Kriegsgebiete geschickt werden. Regisseur Ang Lee ist es gelungen, diese Themen vielschichtig zu bearbeiten – und das in einer bitterbösen, unterhaltsamen wie auch nachdenklichen Satire. Richtig stark ist hierbei der Cast, allen voran Newcomer Joe Alwyn in der Hauptrolle. Des Weiteren sind Garrett Hedlund sowie Kristen Stewart, Chris Tucker, Steve Martin oder Vin Diesel zu sehen. Leider schwebt dieser Streifen unter dem Radar, was er nicht verdient hat. Deshalb: Wer auf intelligente, satirische Tragikomödien mit Drama-Elementen steht, darf sich diesen Streifen nicht entgehen lassen, auch wenn der Titel absolut behämmert gewählt ist und diesem tollen Film in keiner Weise gerecht wird! (Sony Pictures)