Alle Freunde des Gruseligen, des Horror und Splatters, aufgepasst. In dieser Woche haben wir die volle Dosis davon in Form neuer Blu-ray- und DVD-Veröffentlichungen für euer Heimkinovergnügen. Mit dabei: der umwerfende Genrehit des Jahres um eine verfluchte Familie. Außerdem gibt es Horror-Dramen und einen wahnsinnigen Professor, der alles wiederbelebt, was bei drei nicht auf den Bäumen ist – mit fatalen Folgen. Wir haben definitiv die beste Kost am Start passend zur düsteren Jahreszeit und natürlich Halloween. Neugierig? Wenn ja, erfahrt ihr jetzt mehr in unseren folgenden DVD- sowie Blu-ray-Tipps der Woche!

FILMTIPP DER WOCHE

Hereditary - Das Vermächtnis - VÖ: 26. Okt. 18
Vor dem Kinostart galt „Hereditary“ als Geheimtipp. Nun, einige Monate später, erscheint der Grusler für die Heimkinos und gilt als das Genre-Highlight 2018 inklusive des Prädikatstempels „Grusel-Meisterwerk“ – das vollkommen zu Recht! In „Hereditary“ geht um die Familie Graham. Eigentlich führt die ein beschauliches Leben. Annie ist eine liebevolle Mutter und lebt zusammen mit ihrem Mann Steve sowie ihren beiden Kindern Peter und Charlie etwas abgelegen am Waldrand. Als Annies Mutter Ellen, das Oberhaupt der Familie, stirbt, muss sich die Familie mit mysteriösen und grauenhaften Ereignissen auseinandersetzen.

Nach und nach kommen die furchterregenden Geheimnisse ihrer Ahnen ans Licht. Für Annie und ihre Familie beginnt plötzlich ein Albtraum, der ihr dunkles und unheilvolles Schicksal bis zum bitteren Ende leitet. Newcomer Ari Aster hat mit seinem Regie- und Drehbuchdebüt einen wahnsinnig intensiven Streifen erschaffen, der als Familiendrama beginnt und in einem dämonisch-verfluchten Sektenterror endet. Dieser Plot bedarf seiner Zeit, sodass der Film ruhig beginnt, sich aber von Minute zu Minute immer mehr zu diesem atmosphärischen Koloss aus Spannung und Angst auftürmt. „Hereditary“ ist hierbei alles, nur kein gewöhnlicher Horrorstreifen.

In diesem Film passt einfach alles – der Score ist fantastisch, die Kameraarbeit grandios und der Cast mit Toni Collette, Gabriel Byrne, Milly Shapiro und Alex Wolff optimal besetzt. Das liest sich wie wilde Lobhudelei, doch wer „Hereditary“ auf sich wirken lässt, sich mit den Charakteren identifiziert, bekommt einen verdammt grusligen, bösartigen und beklemmenden Horrortrip geschenkt, den man nicht so schnell vergisst. Nur eine Szene – Sohnemann Peter, auf dem die Kamera für eine längere Zeit verweilt, währenddessen sich der Horror durch die Hintertür heranschleicht – Gänsehaut! Der Film schafft es innerhalb der rund zwei Stunden, einem mit ein paar Szenen bis ins Mark zu fahren.

Das ist Horror, der sich langsam aufbaut, dann aber mit aller Wucht zuschlägt. So geht intelligentes und subtiles Horrorkino, fernab der blutrünstigen Haudrauf-Grusler oder Splatterfilme. Wer so etwas sehen möchte, ist hier natürlich komplett fehl am Platze. Alle anderen, die das subtile Horrorkino feiern, werden mit einem wahren Meisterwerk belohnt! (Splendid Film/WVG)

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