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Holodomor - Bittere Ernte - VÖ: 31. Mrz. 17
Mit dem vorliegenden Film wollen wir euch ein wirklich ergreifendes, fesselndes und erschütterndes Geschichtsepos näherbringen. Ein Streifen, der als Chronik eines fast vergessenen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ herhält, das zwischen drei und zehn Millionen Ukrainer das Leben kostete. ‘Holodomor – Bittere Ernte’ zieht den Zuschauer zurück nach 1932 in die Sowjetunion. Unzählige ukrainische Bauern lehnen sich dort gegen die Kollektivierung ihres Eigentums auf. Doch Stalin will ihren Willen brechen, weshalb er immer mehr von ihrer Ernte abführt. Dadurch gerät die Bevölkerung in eine todbringende Hungersnot. Mittendrin befinden sich auch Yuri und Natalka, die mit allen Mittel versuchen, nicht den Hungertod zu sterben. Doch Yuri zieht wenig später zum Leidwesen seiner Familie nach Kiew, um zu studieren. Dort trifft er auf alte Freunde, die sich mittlerweile der kommunistischen Partei angeschlossen haben. Yuri kann ihre Begeisterung jedoch nicht teilen, denn er sieht, dass die Menschen in den Straßen hungern und sterben. Er entschließt sich, in den Untergrund zu gehen und gegen die Bolschewisten zu kämpfen. Dieser Film ist wahrlich keine leichte Kost, aber unbestritten ein stark inszeniertes historisches Epos mit einer Tragik, die zu Herzen geht. Vor allem die authentische Darstellung dieser dramatischen Zeit ist geklungen. Dienlich ist da sicherlich, dass passende Kulissen gewählt und an Originalschauplätzen gedreht wurde. Aber auch der starke Cast, allen voran mit Hauptdarsteller Max Iron (‘Seelen’), gibt diesem Film den letzten Schliff. Genrefans müssen sich diesen Streifen einfach ansehen, nicht nur wegen der hohen Qualität, sondern auch weil er ein düsteres Kapitel Zeitgeschichte in Erinnerung ruft. Ein echter Geheimtipp für jeden Cineasten, der auf historische Verfilmungen steht! (Pandastorm)