„Du hättest gehen sollen“ – Film-Kritik – Die Horror- und Gruselfilmschmiede Blumhouse Productions beschert euch pünktlich zum Halloween-Fest einen äußerst stimmungsvoll-gruseligen Psychothriller für das Heimkino. Die Hauptrollen in „Du hättest gehen sollen“ haben Kevin Bacon und Amanda Seyfried übernommen. Der Plot ist hierbei zwar generisch, aber nichtsdestotrotz spannend inszeniert.

Alles beginnt mit Theo und Susanna, deren Ehe kurz vor dem Scheitern steht. Denn ihre Geheimniskrämerei, seine Eifersucht und dunkle Schatten der Vergangenheit haben ihre Spuren hinterlassen. In einem letzten Versuch, die Beziehung zu retten, fahren die beiden mit ihrer kleinen Tochter Ella aufs Land in ein einsam gelegenes, hochmodernes Ferienhaus.

Was zunächst wie ein perfekter Rückzugsort erscheint, wird zu einem Albtraum, als Theo sich von einer finsteren Macht verfolgt sieht, die alles über ihn und Susanna zu wissen scheint - und sich weigert, die beiden gehen zu lassen. Wie ihr lesen könnt, ist der Plot nun kein extrem kreativer Erguss.

Aber lasst euch davon nicht abschrecken, denn „Du hättest gehen sollen“ ist ein wirklich fesselnder Genrebeitrag – nicht nur wegen den topp aufspielenden Kevin Bacon und Amanda Seyfried. Der Streifen bekommt es einfach gut hin, Psychothriller und Gruselfilm zu kombinieren. Erwartet halt keinen blutigen Schocker, denn davon ist der Film so weit entfernt wie die Erde vom Mond.

Nein, es ist ein atmosphärischer Streifen, der direkt von Beginn eine düstre Bedrohlichkeit aufbaut. So schwirrt dem Film durchweg eine gewisse Unheimlichkeit mit. Zudem gibt es einige klasse Gruselszenen. Genrefreunde bekommen mit „Du hättest gehen sollen“ letztendlich einen spannenden, kurzweiligen und vor allem beklemmenden Psycho-Gruselthriller geboten. Ergo: Daumen nach oben!

Du hättest gehen sollen (Universal Pictures) – VÖ: 29. Okt. 20