„Die Stockholm Story: Geliebte Geisel“ – Film-Kritik – Werte Filmfans, willkommen zu einem überaus außergewöhnlichen Streifen, der mit einer unterhaltsamen Mischung aus Crime-Comedy und Geisel-Thriller überzeugt. Der Film mit seiner Geschichte über eine abenteuerliche Geiselnahme schafft es nicht nur, ordentlich Spannung aufzubauen, sondern auch mit seiner Überspitztheit für Kurzweil zu sorgen.

Dem Ganzen zugrunde liegt das bekannte „Stockholm Syndrom“, also wenn Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Dieses psychologische Phänomen wurde in „Die Stockholm Story: Geliebte Geisel“ wunderbar auf die Leinwand projiziert, ohne dabei einen schnulzigen Touch zu bekommen. Nein, es ist und bleibt am Ende ein Geiselnahmen-Thriller. Dieser wurde zudem klasse besetzt – mit Ethan Hawke, Noomi Rapace sowie Mark Strong.

Das passt und vor allem Ethan Hawke kann sich hier prächtig schauspielerisch austoben. Der Film spielt im Stockholm des Jahres 1973. In der schwedischen Hauptstadt überfällt Lars eine Bank und nimmt alle Anwesenden darin als Geiseln. Schnell wird klar, dass er es weniger auf Geld, als vielmehr auf die Freilassung seines inhaftierten Kumpels Gunnar abgesehen hat. Doch nachdem die Polizei diesen wie vereinbart zur Bank bringt, wird es erst richtig spannend:

Zwischen Lars und seinen Geiseln, im Besonderen der Bankangestellten Bianca, hat sich eine persönliche, bisweilen sogar innige Beziehung entwickelt, welche die ganze Welt in Atem hält. Wie gesagt, „Die Stockholm Story: Geliebte Geisel“ macht seine Sache richtig gut, kann der Film doch auf mehren Ebenen unterhalten. Hinzu kommen noch diese wirklich authentische 70er-Atmosphäre sowie ein ziemlich cooler Soundtrack.

Regisseur Robert Budreau hat hier mit recht wenig Budget einen zünftigen Thriller inszeniert, der euren nächsten Filmabend im Heimkino bestens ausfüllen kann!

Die Stockholm Story: Geliebte Geisel – Koch Films – VÖ: 05. Dezember 19