Jawohl, auch Männer haben ein Herz und ein Faible für gute Animationskunst. Außerdem stehen Frauen drauf, wenn die Kerle einmal Knarren und Granaten beiseiteschieben und stattdessen mit Kind und Kegel den neuen Disney-/Pixar-Streifen besuchen. „Die Monster Uni“ zeigt die Vorgeschichte des erfolgreichen „Die Monster AG“, in dem neue und altbekannte Schreckgestalten zusammengeführt werden. Im Fokus des knallbunten 3D-Prequels stehen natürlich der grüne einäugige Mike und der blau-plüschige Kuschelriese Sulley.

Darum geht’s:

Es geht zurück in die Vergangenheit, in die Zeit als Mike und Sulley noch die Monster Uni besuchen. Allerdings sind sich beide bei ihrem ersten aufeinandertreffen alles andere als grün und noch weit entfernt davon, zu den späteren Monsterkumpels zu werden. Sie sind erbitterte Konkurrenten und machen sich gegenseitig das Leben zur Hölle. Denn jeder für sich will den Titel des Mega-Erschreckers einfahren. Doch irgendwann gehen ihre Reibereien zu weit und es droht ihnen der Rausschmiss vom renommierten Institut. So bleibt den beiden Streithähnen nur eine Lösung – Zusammenarbeit. Daraufhin schließen sie sich mit einem bunten Haufen illustrer Kommilitonen zu einer Vereinigung zusammen, um gemeinsam die großen Schrecker-Spiele zu gewinnen. Es winkt schließlich der begehrteste aller Titel: 'Der entsetzlichste Erschrecker aller Zeiten!'

Das ist gut:

Die knuffigen bis schrägen Monster präsentieren sich in der Animationsversion eines Highschool-Films gelungen absonderlich, sanftmütig aber auch stellenweise zum Schmunzeln komisch. Besonders die Entstehungsgeschichte der ungewöhnlichen Freundschaft von Mike und Sulley gefällt. Nicht zu vergessen Manuel Neuer. Richtig gelesen, der deutsche Nationaltorhüter und Bayern-Keeper synchronisiert zum ersten Mal, und zwar die Stimme der Erschrecker-Legende Frank McCay. Generell befinden sich computergenerierte Animationen als auch die Tonspuren auf einem hohen Niveau.

Das ist schlecht:

Der Film wird gewiss keinen Innovationspreis gewinnen, erinnern diverse Szenen zu sehr an gängige Collegefilme. Außerdem erreicht das Prequel nur phasenweise die brüllende Komik von „Die Monster AG“.

Egal ob Mann mit Frau, mit Kind oder den Freunden, dieser Animationsstreifen ist ein durchaus humor- und fantasievolles Abenteuer. Ein Film, der mit einer satirischen Machart das Studentendasein in den USA porträtiert. Von Helden, Bösewichten, über Loser bis hin zu sexy Monstergirls wird alles aufgefahren, was man so kennt aus einschlägigen Produktionen. Nur eben auf kindgerechte, animierte Art und Weise. Die „Monster Uni“ erreicht zwar nicht ganz den Charme des Vorgängers, kann aber letztendlich mit Witz, Humor und Action einen schönen Kinoabend sichern. Ergo werte Männer, legt wie eingangs erwähnt einmal die Knarren und Granaten beiseite, lasst den Controller auf dem Couchtisch und entfernt euch vom Grill. Die Frauen werden es euch danken, spätestens nach dem Kinobesuch der „Monster Uni“.