Da ist er nun, der letzte Teil der Hobbit-Trilogie und Regisseur Peter Jackson bläst zum furiosen Finale. Zumindest erwarten wir das, wenn man die wenig-seitige Kinderbuchvorlage „Der kleine Hobbit“ zu einer pompösen Filmtrilogie aufbläst. Der letzte Akt kommt so noch mal auf 144 Spielminuten, in denen es, das können wir vorab ruhig verraten, eine beeindruckende Schlacht (der fünf Heere) aufgefahren wird. Wir haben unsere Schwerter gewetzt und sind auf großen Ungetümen mitgeritten in den Endfight der großen Fantasy-Trilogie. Wie es ausgegangen ist, verraten wir euch in unserer Kinokritik.

Darum geht’s:

Thorin Eichenschild hat mit seiner Zwergen-Einheit seine Heimat zurückgefordert. Doof, dass Drache Smaug das so gar nicht gut fand und nun wutschnaubend durch die Lande zieht. Vor allem die Seestadt Esgaroth hat er im Visier und lässt dort Feuer vom Himmel regnen. Thorin will jedoch nicht zur Hilfe eilen. Ebenso wenig will er sein erbeutetes Gold teilen. Du böser Zwerg du, da können selbst Hobbit Bilbo und Zauberking Gandalf nicht vermitteln. Währenddessen steht die große Schlacht um den Einsamen Berg bevor, in die sich nun noch eine viel dunklere Bedrohung einmischt. Denn Sauron ist nach Mittelerde zurückgekehrt, und schickt seine Ork-Armee nach Erebor. Wenn sich Menschen, Elben sowie Zwerge nun nicht schnell zusammenreißen, um gemeinsame Sache zu machen, sieht es wirklich düster aus. So oder so ist die Schlacht der fünf Heere unausweichlich!

Das ist gut:

Das Gute am Finale ist, dass es direkt mit reichlich Action beginnt, jetzt wo Drache Smaug so richtig in Fahrt gekommen ist. Ein sowohl saustarker als auch atemberaubender Film-Opener! Der Plot ist insgesamt sehr unterhaltsam inszeniert, wirkliche Längen gibt es nicht und glücklicherweise auch keine schmazigen, elend lang gezogenen Abschiedsszenen. Im Vergleich zu den ersten beiden Teilen der Trilogie konzentriert sich Jackson hier ganz klar auf die Macht der Effekte und Bildgewalt mit vielen Gefechten sowie der Endschlacht. Ganz besonders das Ork-Gemetzel ist für Fans ein grandioses Feature in diesem Streifen. Besonders gut gefallen haben die epochalen Kamerafahrten über die Fantasy-Panoramen und das Schlachtgetümmel, wirklich episch. Wer auf Pathos sowie Emotionen abfährt, wird übrigens im Finale nicht vergessen.

Das ist schlecht:

Ja nun, wenn man ein kurzes Kinderbuch so aufpumpt, dass man daraus ein Trilogie-Epos verfilmen kann, bleibt es nicht aus, dass die inhaltliche Tiefe auf der Strecke bleibt. Das merkt man eben, trotz der guten Unterhaltung kommt der Dreiteiler nicht an die Macht und den Tiefgang der „Der Herr der Ringe“-Trilogie heran. Demzufolge fehlt dem einen oder anderen Charakter eben der nötige Background sowie die Aura, um sich tiefer ins Gedächtnis der Zuschauer einzugraben.

„Die Schlacht der fünf Heere“ macht ihrem Namen alle Ehre, bekommt man hier die geballte Ladung Gefechte, Fantasy-Action und Jackson-Effekte um die Ohren gehauen. Dazu eine gehörige Portion Emotionen sowie Hobbit-Pathos – fertig ist ein furioses Finale. Zwar kommt der dritte Teil der Trilogie nicht an die Stärke und Gewaltigkeit der 'Herr der Ringe'-Streifen heran, aber geil ist das filmische Hobbit-Ende dennoch. 144 Minuten unterhaltsam-unaufhaltsame Fantasy-Action, was will man mehr? Also auf ins Kino und viel Freude bei der großen Ork-Klopperei!