Come Play – Film-Kritik – So langsam klopft der Herbst wieder an die Tür. Eine gute Zeit, um sich die Zeit an düsteren Abenden im Heimkino mit Horrorstreifenzu vertreiben. Ein guter Kandidat dafür steht nun mit „Come Play“ auf DVD und Blu-ray bereit. Wobei dieser Streifen kein Horrorfilm im eigentlichen Sinne ist. Vielmehr ist es ein Drama im Poltergeist-Universum, sehr atmosphärisch und eher ruhig.

Ein Film, der ganz klar mit beklemmenden Szenen punktet und den Grusel durch die Hintertür bringt. Es geht in „Come Play“ um den einsamen autistischen Oliver. Er ist verzweifelt auf der Suche nach einem Freund. Da er nicht sprechen kann, versucht er über eine App auf seinem Handy in Kontakt mit der Außenwelt zu treten.

Auf einer anderen App schaut sich Oliver derweil eine Kindergeistergeschichte über den mysteriösen Larry an, der in dieser App sitzt und ebenfalls einen Freund sucht. Nun, da haben sich also zwei gefunden. Leider ist Larry eine böse Kreatur, die über Olivers Tablet versucht, in unsere Welt einzudringen.

Nun ist guter Rat teuer – und so müssen Olivers Eltern alles daransetzen, um ihren Sohn vor dem Monster hinter dem Bildschirm zu retten. Ein wenig erinnert der Plot an „Babadook“ – allerdings in einer modernen Version mit Handy und App. „Come Play“ punktet derweil als sehr stimmungsvoller Gruselfilm, der es ohne Jump Scares aber mit herrlich bösen und unheimlichen Szenen schafft, bei der Stange zu halten.

Hier ist auch die gute Kameraarbeit zu loben, die den Schrecken recht gut einfängt und auf den Bildschirm transportiert. Richtig gut gefallen hat zudem Jungdarsteller Azhy Robertson, der hier eine alles andere als einfache Rolle als autistischer Junge meistert. Am Ende muss man sich bewusst sein, dass „Come Play“ ein wirklich gut gemachter Genrestreifen mit einer coolen Geistergeschichte ist, aber sicherlich keinen Horror mit der Dampfkelle liefert.

Wer also auf Geisterfilme steht, bekommt hier einen spannenden Vertreter seiner Zunft geboten.  

Come Play (Universal Pictures) – VÖ: 19. Aug. 21