Am 17. August 2017 startete Michael "Bully" Herbigs neuer Streifen Bullyparade - der Film in den deutschen Kinos, der eine Hommage an die früheren Machwerke des Komikers sein soll. Doch hat dessen neuer Film wirklich die Qualität der Fernsehserie Bullyparade (1998 bis 2002) und der Erfolgsfilme Schuh des Manitu (2001), (T)Raumschiff Surprise (2004) und Lissi und der wilde Kaiser (2007)? Kritiker sind sich diesbezüglich uneinig.

Worum geht es nun in Herbigs Reminiszenz an sein bisheriges Schaffen? Im Grund genommen ist Bullyparade - der Film eine lose Sketch-Sammlung, bestehend aus vier Episoden, in denen verschiedene Geschichten erzählt werden, die durch eine Art Rahmenstory zusammengehalten werden. Dabei nimmt Herbig die Zuschauer mit zurück in die Wild-West-Welt von Schuh des Manitu, in das höfische Leben von Lissi und der wilde Kaiser und auf die spannenden Weltraum-Abenteuer der Crew von (T)Raumschiff Surprise. Zusammen mit seinen ehemaligen Mitstreitern Christian Tramitz und Rick Kavanian ist Michael "Bully" Herbig in den vier Episoden in unterschiedlichen Rollen zu sehen.

So weit, so gut! Aber funktioniert das Konzept mit Gags von vor 15 Jahren wirklich, mit dem sich der Regisseur erhofft, alte und neue Fans der Bullyparade gleichermaßen in die Kinos zu locken? Glaubt man den Stimmen der Kritiker im Netz, dann muss diese Frage mit Jein beantwortet werden. So spricht etwa Spiegel Online mit Bezug auf Herbigs neuem Film von einer "uninspirierten Nummernrevue". Das Portal geht so weit, den Filmemacher als "humoristisch völlig ungewieften Abzocker" und sein neues Machwerk somit zu einem reinen Geldgeschäft zu degradieren.

Filmstarts sieht es hingegen ein wenig zwiegespalten. Das Filmportal konstatiert zwar, dass Bullyparade - der Film eine gute Möglichkeit für Fans der alten Stunde ist, in "Nostalgie zu schwelgen", betont aber gleichzeitig, wie schwer es für alle Neuankömmlinge sei, sich zurechtzufinden. Und auch die Seite Welt.de räumt dem Film eine gewisse Daseinsberechtigung ein, indem sie diesem die Wirkung zuspricht, mal wieder Lust auf einen "netten Abend mit dem Schuh des Manitu" zu haben. Schaut man sich die Community-Wertungen der verschiedenen Filmportale an, fällt auf, dass sich auch seitens der Zuschauer positive und negative Meinungen über den Film in etwa die Waage halten. Wie es also scheint, kann Herbig mit seinem neuen Kino-Streifen zwar keinen absoluten Hit landen, ein Flop bleibt ihm jedoch auch erspart.

Name: Hagenlüke, Thomas