Wer erinnert sich nicht mit Graus an „Fifty Shades Of Grey“-Bücher und –Filme. Gut, sie haben gewaltig für Diskussionen gesorgt und zudem eine große Fanbase im Mainstream aufgebaut. Über die Qualität lassen wir jedoch lieber den Mantel des Schweigens fallen. Jedenfalls stößt nun der beliebte Streaming-Anbieter Netflix in ein ähnliches Horn – mit seiner Serie „Bonding“ rund um Sadomaso-Sex und das Thema Bondage.

Das Gute daran, „Bonding“ scheint nach dem nun erschienenen Trailer einiges besser zu machen als die „Fifty Shades Of Grey“-Maschinerie. Denn die Serie ist im Comedy-Genre angesiedelt und geht mit einer erfrischenden Lockerheit und reichlich Witz an das Thema heran. Im Mittelpunkt der Serie stehen die junge Tiff und ihr schwuler bester Kumpel Pete. Beide sind seit der Highschool beste Freunde, haben sich aber danach eine ganze Weile nicht mehr gesehen.

Studentin Tiff und Pete treffen sich nach Jahren endlich wieder in New York – und rasch zeigt sich: Pete braucht dringend Geld. Gut, dass Tiff einen Assistenten für ihren Nebenjob braucht. Das kommt Pete natürlich wie gelegen und der nimmt die Stelle an. Allerdings ohne zu wissen, dass Tiff neben dem Studium als Domina arbeitet und in New York diesbezüglich berühmt-berüchtigt ist. Was nun folgt, sind reichlich skurrile Situationen, Sexpraktiken und Männer in Pinguin-Kostümen.

Das besonders Pikante an „Bonding“: Der Plot beruht auf wahren Begebenheiten, was die Sache um einiges witziger macht. Es ist aber keine Serie, die plump unter die Gürtellinie abzielt, sondern mit ihrem Mix aus Comedy und Drama sowie der frischen Herangehensweise an das Sadomaso-Thema beste Unterhaltung bieten will. Wer Bock drauf hat, kann sich die erste Staffel zu „Bonding“ ab sofort auf Netflix ansehen.