Am letzten Wochenende kam es bei einem Konzert zu einem Eklat, bei dem der Komiker und Moderator Oliver Pocher nicht nur mit der Security eines Konzertveranstalters aneinanderrasselte, sondern zudem mit der Polizei in Konflikt geriet. Der Grund: ein Verstoß gegen die Corona-Vorgaben der Veranstaltung. Im Video wird der Vorfall in seiner Gesamtheit dokumentiert.

Der 43-jährige Pocher war auf einem Strandkorb-Konzert seines Freundes Pietro Lombardi. Während des Auftritts des Popmusikers am Flugplatz Hartenholm geschah es: Pocher stand mit auf der Bühne Lombardis, sprang später über zwei Absperrgitter. Damit kam er dem Publikum nahe, wenn auch nur kurz. Dabei soll Pocher das Publikum jedoch gewarnt haben, weiter Abstand zu ihm zu wahren.

Widerstand gegen die Staatsgewalt

Auf dem Konzert herrschte die 3G-Regel, zudem Abstand aufgrund der Corona-Richtlinien. Grund genug für den Veranstalter, die Polizei zu rufen und Oliver Pocher das Hausverbot auszusprechen. Pocher, selbst genesen, widersetzte sich laut einem „Bild“-Bericht während er abgeführt wurde jedoch, leistete Widerstand. Einem Polizeisprecher zufolge setzten die Beamten daher „leichte Gewalt“ ein.

Im „Bild“-Artikel wird auch die Frage aufgeworfen, ob der entbrennende Streit angemessen gewesen sei – zum Zeitpunkt des Vorfalls gab es in der Region eine Inzidenzzahl von 35, wie der Artikel erläutert. Der Polizei-Experte und CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kuffer betonte gegenüber der „Bild“: „Eine Gefahr lag offensichtlich nicht vor.“

„Keine besonders gute Idee“

Kuffer erläuterte jedoch auch, dass die Beamten angesichts der Reaktion des Komikers nun mal so hätten reagieren müssen: „Die Vorgeschichte zeigt eine Aktion von Oliver Pocher, die keine besonders gute Idee war. Am Ende ging es dann von beiden Seiten wohl etwas hitzig zu.“ Unklar ist hingegen, warum der Veranstalter ein sofortiges Hausverbot über dem TV- und Instagram-Promi verhängte.

Auf Anfrage von „Bild“ gab es keinen Kommentar seitens der Strandkorb-Open-Air-Tour. Jedoch sprach eine Sicherheitskraft mit dem Portal: „Pocher machte einen herablassenden Eindruck. Nahm uns nicht ernst.“

Quelle: bild.de