Bayerischer Rundfunk: Blamage mit Gender-Sendung – Das Thema rund um die Gender-Sprache bewegt tagtäglich die Menschen in unserem Land. Während sich offensichtlich ein Großteil dagegen ausspricht, würden andere die Geschlechtergerechtigkeit gerne fest in unserem Sprachgebrauch verankern. Der Bayerische Rundfunk machte bereits im Mai eine eigene Sendung dazu und wollte dort Schülern die Gender-Sprache schmackhafter machen.

Bis dato fand diese Gender-Sendung allerdings wenig Beachtung. Das änderte sich nun, als Ausschnitte der Sendung bei Twitter veröffentlicht und für reichlich Aufsehen gesorgt hatten. Am Ende des Tages ging nämlich das Vorhaben in der rund einstündigen Sendung mit dem Titel „Diversity-Talk 2022: Gendern - Modeerscheinung oder Sprach(r)evolution?“ vollends nach hinten los.

Mehrheit entschied sich für „Gendern finde ich weiterhin unnötig!“

Denn in der Schlussumfrage sprach sich die Mehrheit ganz klar gegen das Gendern aus. Bereits zuvor sprachen sich vier der insgesamt sechs Podiumsgäste gegen die Gender-Sprache aus. Das Resultat der Schlussumfrage im Detail: Auf Position eins mit einer deutlichen Mehrheit wählten die Teilnehmer  „Gendern finde ich weiterhin unnötig!“. Auf Position zwei folgte „Gendern finde ich ab jetzt doof“.

Das Ergebnis war offenbar gar nicht im Sinne der Moderatorin und Ex-Grünen-Politikerin Claudia Stamm, die das Ergebnis mit Worten wie „Da müssen wir nächstes Jahr doch noch mal drüber diskutieren...“ und „,Gendern finde ich ab jetzt klasse’ hat leider gar niemand … also es hat niemanden überzeugt, die Runde jetzt.“ sowie „Also ich glaube, es ist tatsächlich ein Aufruf sozusagen wieder diese Veranstaltung zu machen … ob sich was verändert hat in einem Jahr.“ kommentierte.

Gender-Vorgabe von Oben nach Unten

Stamm erläuterte das Umfrage-Debakel der Sendung: „Das heißt aber auch, dass wir tatsächlich irgendwann auch noch mal die Diskussion führen müssen, wie wir die Veränderung weiter kriegen, also wie wir sie schneller voranbringen und sozusagen nicht Gremien es beschließen und dann vielleicht die Schüler - innen - schaft nicht mitgenommen wird, sondern eben quasi wirklich hier der Sprecher - innen - rat sagt, wir wollen jetzt gendern, aber es eben unten dann nicht ankommt.“

HIER könnt ihr euch die Gender-Sendung noch mal anschauen.

Quelle: bild.de