Nachdem das Magazin Spiegel Alice Schwarzers Steuerbetrug aufgedeckt hatte, gab sie sich erst reumütig. Nun aber hat sich die umstrittene Feministin selbst ins Knie geschossen mit ihren verlogenen Äußerungen und der Flucht nach vorne – in die Opferolle!

Alles fing mit dem Bekanntwerden ihres Kontos in der Schweiz an, auf dem die Journalistin seit den 80er-Jahren ein ordentliches Sümmchen „auslagerte“. Natürlich ohne dies dem deutschen Finanzamt mitzuteilen und dementsprechend anfallenden Zinsen zu versteuern. Als dies bekannt wurde, gab sie kleinlaut zu „Ja, ich habe einen Fehler gemacht, ich war nachlässig!“ Mittlerweile hat sie Steuernachzahlungen in Höhe von 200.000 Euro plus Säumniszinsen beglichen und kommentierte dies mit den Worten: „Inzwischen ist alles legal. Meine Steuern sind bezahlt. Also gilt für mich das Recht auf Privatsphäre und das Steuergeheimnis."

Die polarisierende „Emma“-Herausgeberin stellt sich seither als das ach so arme Opferlamm dar, deren Privatsphäre missachtet würde. Ein quasi reingewaschenes Hemdchen, nur weil sie mit einer Selbstanzeige größeres Übel abwendete. Doch, Steuerbetrug bleibt Steuerbetrug. Und sich danach hinzustellen und wie ein trotziges Kind auf die Medienschelte und den Spiegel selbst zu reagieren, ist nicht nur peinlich, sondern auch heuchlerisch. Sie, die Journalistin und Feministin, die immer eine der Ersten ist, die den Zeigefinger hebt und dabei oftmals auf die Privatsphäre anderer einen Haufen gesetzt hat. Ungläubig schaut man nun auf ihre Homepage mit ihrem wütenden Statement, in dem sie sogar eine Verschwörung wittert. Für sie ist der Angriff und die Ausbreitung ihres Steuerbetrugs kein Zufall und bezieht sich auf ihre Haltung gegen Prostitution, der Kritik am Ehegattensplitting und der klaren Haltung im Fall Kachelmann.

Alice Schwarzer, das Opfer mit einem Statement voller Blendgranaten: „Ich habe in Deutschland versteuerte Einnahmen darauf eingezahlt in einer Zeit, in der die Hatz gegen mich solche Ausmaße annahm, dass ich ernsthaft dachte: Vielleicht muss ich ins Ausland gehen. So denke ich schon länger nicht mehr." Ihr Anwalt Christian Schertz ist natürlich ganz bei seiner Mandantin, kritisiert er die Veröffentlichung als „unerträgliche Verletzung des Steuergeheimnisses und der Persönlichkeitsrechte von Alice Schwarzer“. Eine korrekte Selbstanzeige könne durch „offenbar nicht zu verhindernde Denunzierungen und Durchstechereien“ zu einem „medialen Tsunami für den Betroffenen“ führen, sagte Schertz gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Am Ende steht jedenfalls eines fest, Alice Schwarzer sollte sich lieber zurücknehmen, verstummen und das vor Scham, anstatt sich in die Opferrolle zu begeben und lauthals gegen alles und jeden zu wettern, der auf das Thema ihres selbst begangenen Steuerbetruges aufspringt. Sich den Fehler einzugestehen und sich in Demut zu üben, das würde Größe zeigen. Aber nein, da lamentiert die selbstgerechte Frau Schwarzer doch lieber über den angeblichen Moralverfall der Presse. Sie, die einst sagte „Das Private ist politisch“, wenn das Private für eine gesellschaftliche Fehlentwicklung steht! Ein Schuss ins Knie, Frau Schwarzer!

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Quelle: Focus