Die meisten Leute gehen davon aus, dass Pils im Sinne einer Diät mit Vorsicht zu genießen ist, dass Männer die viel trinken auf kurz oder lang eine Plauze bekommen. Der Bierbauch wird immerhin nicht umsonst so genannt. Aber stimmt das eigentlich? Enthält Bier wirklich so viele Kalorien, dass es uns aufgehen lässt, wie einen Hefekuchen? Und wenn, gibt es dann Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten? Von Bockbier bis Weizen schauen wir uns der Deutschen liebstes Gesöff mal genauer an.

Grundsätzlich gilt die Faustformel: Je mehr Alkohol, desto mehr Kalorien. Allerdings bestimmten auch weitere Faktoren, wie zum Beispiel der Malzgehalt, die Kalorienzahl. Denn auch wenn das Reinheitsgebot vorschreibt, dass ein Bier nur die Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe haben darf, ist Bier nun mal nicht gleich Bier. Von daher können die angegebenen Werte auch nur einen Durchschnitt angeben und je nach Marke und Region variieren.

Pils:

Frisch, herb, hopfenbetont und hierzulande das am meisten verkaufte Bier. Weithin auch als "Feierabendbier" bekannt, eignet sich die beliebte Blondine auch prima zur Vorspeise. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9 Prozent, was 42 Kalorien pro 100 Milliliter ergibt.

Helles/Lager:

Das Helle ist vor allem in Süddeutschland beliebt und erhält durch den Einsatz von hellen Malzsorten einen etwas süßeren, malzigeren und weicheren Geschmack. Alkohol- und Kaloriengehalt entsprechen dabei den Werten des Pils.

Dunkles:

Nicht nur farblich ein Kontrast zum gängigen Pils. Ein gutes Dunkles erkennt ihr vor allem an dem vollmundigen, etwas süßen Geschmack und dem malzigen und röstartigen Aroma. Mitunter erfreuen gar feine Kaffee- und Schokonoten den Gaumen. Obwohl es auch hier keine großen Unterschiede in Sachen Alkoholgehalt gibt, hat das Dunkle mit 37 Kalorien pro 100 Milliliter etwas weniger auf den Rippen als seine obengenannten Kollegen.

Weizen:

Ob naturtrüb oder kristallklar: Weizenbier wirkt aufgrund seines hohen Kohlensäuregehaltes äußerst erfrischend. Typisch ist zudem der fruchtige Geschmack. Der Alkoholgehalt liegt hier bei fünf Prozent, was bedeutet, dass sich in 100 Millilitern 52 Kalorien tummeln. Auf ein ganzes Glas kämen damit 260 Kalorien.

Bockbier:

Bockbier ist genau das Richtige für alle, die es gerne etwas stärker mögen. Immerhin liegt der Alkoholgehalt mit sechs bis sieben Prozent deutlich über dem seines kleinen Bruders. Gleiches gilt entsprechend auch für die kleinen Dickmacher: 58 Kalorien pro 100 Milliliter.

Mischbier:

Man kann sich prima über die diversen Mischbiersorten streiten. Die Einen schwören auf ein frisches Radler im Sommer, Andere monieren, dass das Bier-Aroma verloren geht. Fakt ist jedenfalls, dass der Kaloriengehalt je nach Menge der hinzugefügten Limonade steigt. Entsprechend lässt sich aufgrund der vielen Variablen der Kaloriengehalt nicht verallgemeinern. Im Schnitt hat ein 0,5 Liter Glas Radler aber so um die 225 Kalorien.

Alkoholfreies Bier:

Mit 26 Kalorien pro 100 Milliliter hat das Alkoholfreie gerade mal die Hälfte eines normalen Pils und eignet sich von daher ideal als Durstlöscher für Zwischendurch.

Ihr seht, dass so ein Bier – egal welcher Sorte – grundsätzlich noch keinen Bierbauch verursacht. Unterm Strich macht wie immer die Menge das Gift. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Alkohol appetitanregenden wirkt. Insofern ist das Bier nur indirekt schuld an eurem Bierbauch!

Quelle: infranken.de