Einst war VW vor allem als Hersteller erfolgreicher Autos bekannt. Einer der absoluten Weltmarktführer. Daran hat sich zwar wenig geändert, aber der Diesel-Skandal hat eine Delle in den sonst tadellosen Ruf des Unternehmens gehauen, die bis heute nicht ausgebeult zu sein scheint. Doch tatsächlich stellt Volkswagen keineswegs nur Autos und Lastwagen her – nicht alle wissen, dass das Unternehmen noch ein ganz anderes Erfolgsprodukt am Start hat.

Wie das Magazin „Carscoops“ berichtet, liefert VW noch einen ganz anderen Kassenschlager aus: Currywurst. Zehntausende Portionen am Tag stellt Volkswagen laut dem Bericht her, satte 6,8 Millionen (1200 Tonnen) sind das pro Jahr. Mehr als die Gesamtproduktion an Autos des VW Mutterkonzerns im Jahr 2017. (Nimmt man die Tochtergesellschaften hinzu, sind es schon wieder mehr Autos). In früheren Jahren (2015) waren es sogar bis zu 7,2 Millionen Currywürste.

Seit 1973 stellt Volkswagen die Wurst her, anfangs diente sie nur als Speise in den Kantinen des Unternehmens, wo sie weltweit morgens ab Punkt 8.00 Uhr verfügbar ist. 45 Jahre später wird sie hierzulande in Läden verkauft und auch an Kunden in Autohäusern verschenkt – in Fünferpacks. Sogar eine Seriennummer weist die VW-Currywurst auf, im Originalteilkatalog firmiert sie unter dem Posten 199 398 500 A. 

Im Unternehmen wird sie als „Currybockwurst“ bezeichnet. Dreimal pro Woche wird die hauseigene Metzgerei in Wolfsburg mit Schweinefleisch beliefert. Chef-Metzger Franco Lo Presti, der seit 1979 für Volkswagen Currywurst herstellt, dazu: „Unsere Currywurst hat einen Fettgehalt von gerade mal 20 Prozent. Normalerweise liegt der bei 35 Prozent.“ Auch vegetarische Varianten werden mittlerweile von der Wurst gefertigt.

Im Gegensatz zu VWs Autos und Kleinlastern ist diese Wurst übrigens nicht in den Vereinigten Staaten erhältlich – zu Events muss Volkswagen Metzger extra einfliegen lassen, um sie für die Kunden und Besucher aus örtlichem Schweinefleisch fertigen lassen und servieren zu können.

Quelle: carscoops.com