Er gehört nicht nur zu den am meisten gefürchteten Volkskrankheiten und führt die Top Ten der Todesarten an – er ist auch ein echtes Männerproblem. So sehr, dass Herbert Grönemeyer ihn schon in einem Songklassiker besungen hat: „Männer kriegen ’n Herzinfarkt!“ Viele fürchten das Thema, manche spielen hingegen damit. Darunter auch der absolute Fresstempel aus den USA, der es vor einigen Jahren zu trauriger Berühmtheit gebracht hat und den man als Fan von Bürgern, Pommes und Co. einfach kennen sollte – und wenn auch nur, um ihm aus dem Weg zu gehen: „Heart Attack Grill“. Der steht in Chandler, Arizona, einem Vorort von Phoenix und ist weit mehr als „nur“ ein Restaurant:

Eine zynische Satire auf den Konsum im Übermaß, der viele amerikanische Übergewichtige hervorgebracht hat. In dem Restaurant finden sich nur amerikanische Klassiker, allerdings überdreht und mit Kalorienzahlen, die jede Skala bis 20.000 kcal sprengen. Das Personal hat sich wie Ärzte und Krankenschwestern verkleidet, wer essen will, muss als erstes ein Krankenhemd anziehen. Zu trinken gibt es Leberkiller wie etwa besonders süße mexikanische Cola oder „Milchshakes“ aus Butterreinfett. Und das Essen: Burger, triefend vor Fett, die sich ihren Namen wie doppelter, dreifacher oder vierfacher „Bypass“ verdient haben – dazu Pommes, soviel man möchte, all you can eat.

Doch nicht in Pflanzenfett, sondern in Schweineschmalz sind die Kartoffelstifte ausgebacken. Ganz, wie es das Werbemotto sagt: „Heart Attack Grill – Geschmack, für den es sich zu sterben lohnt!“. Der Betreiber, Jon Basso, gilt als extrem umstrittener Charakter, spricht von „Schocktherapie“ für zu fette Amerikaner – selbst, dass sein männliches Werbemodel mit 29 seinem eigenen Übergewicht erlegen ist, und auch schon mal Stammgäste (halb)tot zusammenbrechen, ist für ihn kein Grund, aufzuhören. Er verdient gut an seinem Laden. Wenn ihr mehr zu diesem „besonderen“ Restaurant erfahren möchtet, dieser Videobericht lohnt sich.