Trotz all der digitalen Unterhaltung, all der Videospiele, Apps und cooler Gadgets: Am faszinierendsten sind für uns Kerle scheinbar rohe Elemente. Wenn es chemisch zur Sache geht, wenn es knallt, zischt und brodelt – und am Ende noch etwas Interessantes dabei rumkommt: Ja, dann lacht das Kind im Manne. Kein Wunder, dass diese ganzen „Zu Hause experimentieren und mit der Kamera draufhalten“-Videos sich solcher Beliebtheit erfreuen. So wie dieses hier: Geschmolzenes Kupfer tritt gegen den Big Mac an.

Was also passiert, wenn man flüssiges Metall auf einen Big Mac gießt? Wir wissen nicht, was die Denke hinter einem solchen Experiment ist. Wohl aber, dass die Fragestellung tatsächlich sehr interessant ist. Videos, bei denen flüssiges Metall oder flüssiger Stickstoff im Spiel sind, gehen ohnehin immer gut – die Bilder sind schlicht spektakulär. Außerdem sind wir Kerle seit ehedem Hüter und Nutzer des Feuers – evolutionär bedingt finden wir solche Versuche daher hochinteressant.

Doch was spielt sich ab, wenn flüssiges Kupfer bei knapp 1100 Grad Schmelzpunkt auf das Burger-Flagschiff des „Goldenen M“ trifft? Anfangs weniger, als man annehmen möchte. Wer erwartet, dass das Metall sich einfach durch die Fettbemme frisst wie eine Gewehrpatrone, dürfte enttäuscht werden. Der sogenannte Leidenfrosteffekt verhindert das und verwandelt vor allem die obere Hälfte des Burgerbrötchens in einen 1-A-Hitzeschild. Doch kaum schwimmt der appetitliche Geselle in einer stattlichen Lache aus Flüssigmetall, geht es heiß her … Wie in der Endszene aus ‘Terminator 2’. Ein bisschen, zumindest.