Insbesondere Kerle brüsten sich ja immer wieder gerne und lauthals damit, dass ihnen kein Essen zu scharf sei. Aus dem Bedürfnis, das unter Beweis zu stellen, ist eine richtige Fast-Food-Industrie erwachsen, die ihre mutigen Kunden mit steigenden Schärfegraden an ihre Grenzen bringt. Gemessen wird dabei in der sogenannten „Scoville-Skala“.

Als der namensgebende Pharmakologe Wilbur L. Scoville die Skala zur Abschätzung der Schärfe von Früchten der Paprikapflanze entwickelte, beruhte diese noch auf dem rein subjektiven Empfinden. Mittlerweile kann Schärfe aber auch messtechnisch bestimmt werden, wobei der Wert vom Anteil des in der getrockneten Frucht enthaltenen Capsaicins abhängig ist. Dabei handelt es sich um ein Alkaloid, welches Schmerzrezeptoren der Schleimhäute reizt und so die Schärfeempfindung auslöst.

Soviel zum trockenen theoretischen Teil! Kommen wir nun zur wesentlich unterhaltsameren Praxis: einem Chili-Wettessen! Die zu Beginn noch hochmotivierten Teilnehmer starten ganz entspannt mit der grünen Jalapeno, die lässige 3.000 Scoville auf der Schärfeskala bringt. Zum Vergleich: Eine handelsübliche Gemüsepaprika bringt es auf maximal 10 Scoville, Tabasco auf 2.500 bis 5.000.

Wenig überraschend dünnt das Teilnehmerfeld trotz der bereitstehenden Milch recht bald aus. Immerhin hat die „Scotch Bonnet“ der siebten Runde mit ihren 250.000 Scoville den Schärfegrad von Pfefferspray! Und so viel sei bereits verraten: Es gibt insgesamt 17 Runden!