Für etwas Gutes kann man schon mal etwas tiefer in die Tasche greifen … Davon sind viele überzeugt. Machen wir die Probe aufs Exempel: Wie wäre es mit einem Bierchen, das für den Spottpreis von 200 Dollar (= umgerechnet 173 Euro) über die Ladentheke wandert? Stark ist es mit satten 28 Prozent noch dazu und soll geradezu erlesen schmecken. Vorhang auf für „Utopias“. 

So nennt die US-Brauerei „Samuel Adams“ ihr Edelbier, das mit seinem exquisiten Preis wohl kaum das richtige Getränk für den bundesdeutschen Durchschnitts-Kneipenbesuch sein dürfte. Erlesen sind auch die Zutaten: Gleich drei deutsche Hopfensorten wanderten beim Brauen in das edle Gesöff, eine davon reift vor ihrem Einsatz satte 24 Jahre.

Auf diese Weise wird ein Bier gebraut, das an „alten Cognac oder guten Sherry mit einer fruchten Note, dezenter Süße und reichhaltiger malziger Glätte erinnert“, heißt es auf der Samuel-Adams-Homepage.

Gerade mal 68 Fässer dieser ganz besonderen Kaltschale erblickten das Licht der Welt – genug für eine Abfüllung von 13.000 Flaschen. Verkauft das Unternehmen sie alle, beliefe sich der Gesamtumsatz auf 2.6 Millionen Dollar. Bei Interesse werdet ihr allerdings nur in den USA fündig – und dort auch nicht überall.

Denn 13 Staaten haben das Edelbier verboten (Alabama, Arkansas, Georgia, Idaho, Mississippi, Montana, New Hampshire, North Carolina, South Carolina, Tennessee, Vermont, und Washington.) Es ist schlicht zu stark, um dort noch als Bier durchzugehen.

Quelle: bild.de