Wer von uns Kaffeetrinkern kennt das nicht: Ein neuer Tag lächelt uns aufmunternd zu, nachdem wir morgens die Augen aufgeschlagen haben – und wir möchten ihm am liebsten eine verpassen. Dafür, dass er uns stört, bevor wir nur unseren ersten Schluck schwarzes Bohnenwasser zum Wachwerden bekommen haben. Manche Menschen sind Koffeinjunkies, können nicht genug bekommen von Arabica und Co. Doch wie viel Kaffee schadet? Eine Studie liefert die Antwort.

Kaffee ist und bleibt des Deutschen Lieblingsgetränk. Sage und schreibe 162 Liter der schwarzen Brühe in unterschiedlichsten Varianten hat jeder Deutsche 2016 statistisch zu sich genommen. Forscher des International Life Science Institute (ILSI) haben sich mit der Frage beschäftigt, ob solche Mengen an Koffein schädlich sein können. Dazu untersuchten sie 740 andere Forschungsarbeiten, die sich allesamt mit den positiven und negativen Auswirkungen von Koffein auf das Herz-Kreislaufsystem, den allgemeinen Gesundheitszustand sowie den Calciumhaushalt von Studienteilnehmern beschäftigten.

Kann Kaffee das Leben verlängern?

400 Milligramm am Tag – das ist die Menge an Koffein, die ein gesunder Erwachsener gefahrlos täglich zu sich nehmen kann. Etwa der Gegenwert von vier Tassen Kaffee. Dieses Ergebnis gilt nur für die momentan bestehende Population – in Zukunft werden die Menschen durch immer schlechter werdende Gesundheit weniger vertragen. Auch Kinder, Jugendliche und schwangere Frauen sind explizit von dieser Menge ausgenommen. Insbesondere Schwangere dürfen nur weniger trinken, immerhin noch drei Tassen (300 mg Koffein) am Tag. Kinder und Jugendliche sollten nicht mehr als 2,5 mg Koffein pro Kilo Körpergewicht täglich zu sich nehmen.

Die Wissenschaftler konstatieren, dass es sich dabei nur um Richtwerte handelt, weitere Studien seien nötig, um diese Ergebnisse ohne jeden Zweifel verifizieren zu können. Andere Wissenschaftler, die erst im Januar eine Untersuchung im Fachblatt „Nature Medicine“ veröffentlichten, sind noch positiver eingestellt. Sie sind überzeugt: Kaffee kann vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Alter schützen, indem er sogenannten systemischen Entzündungen im Körper vorbeugt. Dies könnte laut den Wissenschaftlern die Erklärung dafür sein, warum Kaffeetrinker länger leben.

Quelle: augsburger-allgemeine.de