Sagt es etwas über die Persönlichkeit aus, wie man sein Steak am liebsten serviert bekommt? Ist der „Rare“-Typ ein wilder Draufgänger, während Mr. „Medium-Rare“ eher zur Diplomatie tendiert? Wir wissen es ehrlich gesagt nicht. Was wir aber wissen ist, dass Well-Done-Besteller schneller auf 180 sind. Und das liegt nicht an ihrem Charakter oder daran, dass sie von einem empörten Koch mit einem Hackebeil in der Hand aus dem Restaurant gejagt werden, sondern tatsächlich am durchgebratenen Fleisch. Denn wie eine Studie nun belegen konnte, hat die Garmethode Einfluss auf unseren Blutdruck.

Laut den Ergebnissen der Harvard T.H. Chan Schule für öffentliche Gesundheit, die Studienleiter Gang Liu kürzlich bei einem Treffen der „American Heart Association“ präsentierte, steigt für Freunde von Well-Done-Staks und generell gut durchgegartem Grillgut die Gefahr für erhöhten Blutdruck um 15 Prozent, im Vergleich zu denjenigen, die sich ihr Fleisch lieber blutig einverleiben. Wer sein Fleisch zudem mehr als 15 mal pro Monat bei hohen Temperaturen grillt oder brät, muss mit einem um weitere 17 Prozent erhöhten Risiko leben, verglichen mit denen, die es zwar auch heiß mögen, aber nur viermal im Monat durchgebratenem Fleisch frönen.

Das geht aus den Ergebnissen dreier Langzeitstudien hervor, an denen insgesamt 104.000 erwachsene Amerikaner teilnahmen. Alles Fleischesser, versteht sich. Zu Beginn litt keiner der Probanden an hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen. Im Laufe der 12- bis 16-jährigen Studienphase entwickelten jedoch 37.000 Teilnehmer erhöhte Blutdruckwerte.

Die genauen Ursachen sind noch unklar, andere wissenschaftliche Arbeiten haben aber ebenfalls bestätigt, dass durchgegartes Fleisch das Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes Typ 2 und bestimmte Krebsarten steigert. Gang Liu vermutet, dass zwei bestimmte, beim Garprozess entstehend Stoffe aus der Klasse der aromatischen Amine und der aromatischen Kohlenwasserstoffe, HAA und PAH, Entzündungen auslösen, was einen erhöhten Blutdruck zur Folge hat.

Die Empfehlung der Experten lautet deshalb, Geflügel-, Schweine- oder Rindfleisch bei möglichst niedrigen Temperaturen zuzubereiten.

Quelle: fitforfun.de