Den alten Ratschlag, sich seine Bettgespielinnen einfach „schönzutrinken“ dürfte so gut wie jeder Mann schon einmal gehört haben. Doch „schönessen“? Eine aktuelle US-Studie nimmt sich des Themas „Liebe geht durch den Magen“ an – und dabei offenbart sich, dass an dieser Einstellung mehr dran ist, als bisher angenommen.

Denn tatsächlich lassen sich die Ergebnisse der Studie auf die einfache Faustregel „scharf macht scharf“ herunterbrechen: Denn die rein weiblichen Studienteilnehmer, die scharf gegessen hatten, gaben zu Protokoll, plötzlich wieder mehr Verlangen nach ihrem Partner zu verspüren. Mehr als ein Fünftel der Probanden erachtete ihr Gegenüber nach einer scharfen Speise sogar als attraktiver.

Die leitende Forscherin der Untersuchung, Jenni Miska von der St. Cloud State University Minnesotas zu den Ergebnissen: „Wir haben festgestellt, dass ein scharfer Geschmack sowohl das romantische Interesse also die physische Attraktivität erhöht.“ Psychologen schreiben einen solchen Effekt der Tatsache zu, dass Menschen Wörter wie „scharf“ oder „heiß“ sowohl für Nahrung als auch für Attraktivität verwenden und es dort eine Verbindung gibt.

Fad macht fad

87 Frauen bekamen im Zuge der Untersuchung süße, scharfe oder fade Zwischenmahlzeiten – danach wurden sie gebeten, Männergesichter zu bewerten. Die Frauen, die scharf gegessen hatten, lagen 21 Prozent höher bei ihren Bewertungen in Sachen Attraktivität als Frauen, die süß gegessen hatten. 28 Prozent der Damen, die scharf gegessen hatten, waren überdies auch romantisch interessierter.

Der Attraktivitätsindex gestaltete sich wie folgt: Frauen aus der Gruppe der Scharfesserinnen gaben den Männer-Fotos im Schnitt 4,08 Punkte, Süß-Esserinnen vergaben 3,2 – wer mit faden Snacks abgespeist wurde, vergab hingegen ebenfalls lediglich 3,45. „Würzige Aromen löst ein höheres Maß an körperlicher Anziehungskraft und romantischem Interesse aus“, so Miska. Paare sollten also zugunsten ihrer Libido lieber auf scharfe Speisen setzen.

Und auch auf warme: Denn wie die Ernährungswissenschaftlerin Amanda Ursell weiß, können warme Gerichte die Libido zusätzlich durch die Anregung des Kreislaufs anfachen. Die Studie bestätigt also, dass unsere kognitiven Wahrnehmungen im Bezug auf potentielle Beziehungen durch unsere sensorischen Erfahrungen beeinflusst werden können.

Quelle: tag24.de