Kein Tag, an dem nicht ein Wissenschaftler irgendetwas in unserem Essen findet und eine Studie darüber schreibt, wie schädlich das Ganze ist. Letztes Jahr wurde vor Glyphosat und anderen Chemikalien im Bier gewarnt und die nachgewiesenen Mengen sind seitdem auch zurückgegangen, doch eine neue Studie zeigt: Der Unkrautvernichtung lässt sich dennoch nach wie vor in deutschen Biersorten nachweisen. Er gilt als „wahrscheinlich krebserregend“.

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit berichtet auf seiner Webseite, dass 2017 vom Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg (Laves) insgesamt 22 Vollbier-Proben auf Pestizid-Rückstände untersucht wurden. 21 der Biere stammten dabei aus Deutschland, eines aus Belgien – in insgesamt 18 Proben, 17 deutschen sowie der belgischen, wurden dabei Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Lediglich vier Sorten waren frei davon, eine davon ein deutsches Bio-Bier.

In zehn der Proben war jeweils lediglich eine Sorte Pflanzenschutzmittel enthalten, sechs waren mit zwei Wirkstoffen belastet und in zwei Proben fanden sich sogar die Rückstände von gleich drei verschiedenen Substanzen. Am häufigsten waren darunter neun Mal ein Halmverkürzungsmittel namens Chlormequat sowie das erwähnte Glyphosat (sieben Mal). Bei Laves geht man davon aus, dass die zur Sicherung des Hopfen- sowie Getreideanbaus genutzten Mittel zumindest in Teilen den Brauprozess überleben und so in das Endprodukt gelangen können.

Der niedersächsische Agrar- und Ernährungsminister Christian Meyer von den Grünen hält es in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt für ein „erschreckendes Ergebnis, dass man in mehr als 80 Prozent der Bierproben Pestizide gefunden hat und dabei teilweise gleich Rückstände von drei verschiedenen Pflanzen- und Insektengiften.“ Besonders schockiere ihn, dass in rund einem Drittel der Proben das wahrscheinlich krebserregende Glyphosat gefunden wurde. Laut dem deutschen Brauerbund, der sich auf medizinische Studien beruft, müsste ein Mensch allerdings tausend Biere am Stück trinken, um genug Glyphosat zu sich zu nehmen, um gesundheitliche Folgen davonzutragen.

Von denen er nach der Bierenge wohl nichts mehr mitbekommen würde, weil er tot ist …

Quelle: heilpraxisnet.de