Chips – eine Erfindung des Teufels, die nahezu von Zauberhand Hüftgold auf die Knochen kleistert. Kaum ist eine Tüte aufgemacht, ist sie auch schon wieder leer – es ist ein Fluch. Doch woher kommt das? Eine aktuelle Untersuchung ist dieser Frage nachgegangen – genau zum rechten Zeitpunkt, steht doch die WM vor der Tür, und damit ein Knabberverbrauch par excellence.

Doch wenn wir ehrlich sind, brauchen wir keine sportlichen Großereignisse im TV, um abends eine Tüte Chips zu köpfen. Selbst, wenn man sich vornimmt, nur ein paar zu nehmen – begeht man (zu oft) den Fehler, die Tüte mitzunehmen und nicht nur ein Schälchen. So ist das Ding am Ende doch wieder wie von Geisterhand leer. Wissenschaftler der Universität Nürnberg Erlangen fanden den verblüffenden Grund dafür:

Denn beim Chips-Knabbern werden in unserem Gehirn die gleichen Regionen aktiv wie beim Konsum von Drogen. Warum das so ist, erläutert Studienleiter Andreas Hess: „Das liegt daran, dass Chips für unser Hirn ein starkes Belohnungssignal darstellen. Und dieses signalisiert: Wir wollen mehr davon haben.“ Dieser Tatsache kamen die Wissenschaftler bei Experimenten mit Ratten auf die Schliche.

Sie entdeckten eine Art geheimen „Naschcode“ – die Mischung von Fett und Kohlenhydraten in einem bestimmten Verhältnis macht Lebensmittel damit besonders köstlich und verlockend. Auch ein Zusammenhang offenbarte sich den Forschern: Je höher der Body Mass Index (BMI) einer Person – sprich: je mehr Übergewicht sie hat – desto aktiver reagiert das Belohnungszentrum ihres Gehirns.

Ein Teufelskreis aus Genuss, Geschmack und Belohnung – der mit zunehmendem Übergewicht immer schlimmer wird und die Lust auf Chips weiter steigert. Abhilfe schaffen hier nur Mäßigung oder Alternativen, etwa Gemüsechips oder ungesalzene Nüsse.

Quelle: rtl.de