Kein Arzt dieser Welt wird euch dazu raten, viel Bier zu trinken. Doch wie bei so vielen anderen Dingen im Leben auch, macht erst die Menge das Gift. Diversen Studien zufolge kann ein gelegentliches Bier nämlich nicht nur nicht schaden, sondern ist sogar gesund. So verbreiteten englische Wissenschaftler unlängst die frohe Kunde, dass mäßiger Alkoholkonsum Herzproblemen vorbeugt. Doch damit nicht genug, denn Bier kann noch mehr!

Diesmal kommen die guten Nachrichten von der Fachhochschule Nordwestschweiz, wo Experten kürzlich herausgefunden haben, dass ein spezielles Molekül aus Hopfen in der Lage ist, unsere Darmwandzellen robuster zu machen. Denn der Darm ist nicht nur das Land in dem die Fürze geboren werden, sondern auch eine wichtige Schutzbarriere des Körpers, die verhindert, dass Giftstoffe oder Bakterien in der Blutbahn landen.

Kitt, ich brauche dich, Kumpel!

Unsere Darmwandzellen sind dazu durch eine Art „Kitt“" miteinander verbunden, der auch als Tight Junctions bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um Proteine, welche die Membranen benachbarter Zellen verbinden und so die Zwischenräume undurchlässig machen. Ist diese Barriere jedoch beschädigt, kann das diverse Krankheiten wie beispielsweise Morbus Crohn oder Lebensmittelunverträglichkeiten nach sich ziehen.

Und hier kommt das Bier ins Spiel. Dieses, beziehungsweise der Hopfen, enthält sogenannte Prenylflavonoide, welche man im Labor an einer Art künstlichen Darmwand anwendete, welche zuvor mit einem Entzündungsbotenstoff gezielt geschädigt worden war. Und siehe da: Nach einer mehrtägigen Behandlung mit dem sogenannten 8-Prenylnaringinin wurde der Kitt zwischen den Zellen wieder undurchlässiger. Die Barriere regenerierte sich.

Aber wie immer im Zuge einer solchen Studie, raten die Wissenschaftler von erhöhtem Bierkonsum im Sinne eines aktiven Darmschutzes ab. Vorstellbar wäre jedoch eine Art Wellnessgetränk, welches sich auf Basis ihrer Erkenntnisse kreieren ließe. Ähnliches gibt es in Form diverser laktobakteriell gepimpter Jogurts zwar bereits, Prenylflavonoide wären jedoch eine echte Alternative auf Naturbasis.

Quelle: heilpraxisnet.de