Hopfen ist gesund. So gesund, dass sich gleich zwei Studien dem Thema annahmen und zu dem Ergebnis kamen, dass die Pflanze nicht nur vor neurodegenerativen Erkrankungen schützen, sondern womöglich sogar klüger machen könnte. Wir wissen alle, wo jede Menge Hopfen drin ist – könnte uns also die tägliche Dosis Maurerbrause zu Genies machen?

„Irgendwann säufst du dir noch das Hirn weg, du Idiot!“ – Zeilen, die jeder nicht-abstinente Mann wohl schon mal in der einen oder anderen Form vernommen hat. Auch der Autor dieser Zeilen. Der lacht da heute drüber, schließlich hat er sich zum Glamour und Fame-Lifestyle eines MANN.TV-Titanen emporgetrunken und … Wir schweifen ab. Die erste Studie kommt jedenfalls zu dem Schluss, dass der güldene Göttertrunk das Risiko senken kann, an Demenz oder Parkinson zu erkranken.

Xanthohumol nennt sich der Zungenbrecher von einem Inhaltsstoff, der dafür verantwortlich zeichnet. Der stammt aus dem Hopfen, der bereits im Mittelalter als Heilpflanze galt und dessen antibakterielle, virenbekämpfende, antioxidative sowie entzündungshemmende Wirkung der Medizin somit schon lange bekannt ist. Die Wissenschaftler der Lanzhou-Universität in China konnten mit ihrer Studie anhand der Nervenzellen von Ratten nachweisen, dass Xanthohumol dem oxidativen Stress der Zellen entgegenwirkt.

Zweite Studie noch optimistischer

Man setzte die Neuronen der Tiere oxidativem Stress aus – und gab ihnen danach Xanthohumol. Die Folge: Schädliche Moleküle wurden neutralisiert. Die Produktion von sog. cytoprotektiven Genen, die die Zellen vor Entzündungen, Krebs und nervenschädigenden Krankheiten schützen, wurde überdies angekurbelt. Die zweite Studie der Universität Oregon wies nach, dass das Xanthohumol zudem die kognitiven Fähigkeiten verbessert:

Untersuchungen an Mäusen, die mit dem Stoff versetzte Nahrung gefressen hatten, zeigten bei jüngeren Tieren eine Verbesserung der kognitiven Flexibilität. Wie immer bei diesen Studien gibt es den Wermutstropfen am Ende: Bier enthält nach Aussage der Wissenschaftler zu wenig Xanthohumol, die Studien wurden zudem „in vitro“ durchgeführt – Auswirkungen auf den menschlichen Körper sind damit noch nicht nachgewiesen.

MANN.TV weiß hingegen: Es hätte gar keiner Studien bedurft – wer den Wert einer köstlichen Gerstenkaltschale an einem heißen Sommertag erkennt, muss einfach ein kluger Mensch sein. Beweis erbracht.

Quelle: businessinsider.de