Ein altes Sprichwort besagt sinngemäß: Alkohol ist der Ursprung und die Lösung vieler Probleme. Natürlich glauben wir nicht ernsthaft, dass Schulden verschwinden, wenn man säuft, oder die Ex-Freundin einen mit offenen Armen empfängt, wenn man nur genug getankt hat. Aber Wissenschaftlern aus England zufolge, könnte der Spruch tatsächlich mehr Wahrheit enthalten, als man annehmen sollte. Denn Kopfschmerzen sind zweifelsohne ein Problem. Und Bier die Lösung!

Es mag paradox klingen, was die Experten der Greenwich University herausgefunden haben, doch das Fazit einer Zusammenfassung von 18 Studien mit mehr als 400 Probanden lautet: Bier hilft gegen Kopfschmerzen! Je mehr, desto besser! Bereits zwei Gläser sollen die fiesen Dämonen im Schädel um ein Viertel verringern.

Das Comeback des Konterbieres?

Offenbar ist an der eigentlich schon längst ad acta gelegten Legende des „Konterbieres“ also wohl doch etwas dran. Aber warum auch nicht? Dem Alkohol wird ja seit jeher eine schmerzstillende Wirkung attestiert, die den jüngsten Erkenntnissen zufolge sogar bewährte Schmerzstiller wie Paracetamol und Aspirin deutlich in den Schatten stellt. Im Fachjargon erklären die Forscher das Ganze damit, dass Alkohol mit Opioiden wie Codein verglichen werden, und deshalb am Ende auch viel besser wirken kann als nichtopioide Analgetika.

Im nächsten Schritt soll nun ein Schmerzmittel auf Basis dieses Wirkprinzips entwickelt werden. Ohne die Nachteile exzessiven Alkoholgenusses, versteht sich. Denn ob die Gefahr einer kaputten Leber auf Dauer die schmerzstillende Wirkung rechtfertigt, sei hier einfach mal dahingestellt. Und ob der Chef Migränepatienten ein Bier am Schreibtisch durchgehen lässt, ebenso.

Quelle: merkur.de